Finanzen + Vorsorge Wie lange haften Firmen

Wie lange haften Firmen

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Bei der Produkthaftung gilt der so genannte Gefährdungshaftungs-Tatbestand. Heißt: Eine Schadenersatzpflicht ergibt sich bereits allein daraus, ein fehlerhaftes Produkt in den Verkehr gebracht zu haben. Auf ein Verschulden kommt es dabei nicht an.

Bei der Produkthaftung gilt der so genannte Gefährdungshaftungs-Tatbestand. Heißt: Eine Schadenersatzpflicht ergibt sich bereits allein daraus, ein fehlerhaftes Produkt in den Verkehr gebracht zu haben. Auf ein Verschulden kommt es dabei nicht an.

  • Haftungsdauer:
  • Von dem Zeitpunkt an, an dem Firmen eine bewegliche Sache „in den Verkehr gebracht haben“, müssen sie drei Jahre lang für daraus entstehende Personenschäden und Sachschäden aufkommen, sofern der Ersatzberechtigte Kenntnis von dem Schaden hat oder hätte erlangen müssen.
  • Ist dies nicht der Fall, erlischt der Anspruch zehn Jahre nach dem Zeitpunkt des Inverkehrbringens.
  • Haftungsumfang:
  • Die Haftungshöhe ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zwar unbegrenzt – bei Personenschäden aber begrenzt das Produkthaftungsgesetz die Haftungshöhe auf 85 Millionen Euro. Vom 1. August 2002 an ist auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld gesetzlich verankert. Bei Sachschäden hat der Hersteller die durch das fehlerhafte Produkt entstandenen Schäden zu ersetzen – nicht aber das Produkt selbst. Der Geschädigte muss den Schaden bis 500 Euro selbst tragen.
  • Beweislast:
  • Der Geschädigte trägt die Beweislast für den eingetretenen Schaden und den Produktfehler sowie für den Zusammenhang zwischen Schaden und fehlerhaftem Produkt. Die Beweislast des Herstellerverschuldens kehrt sich jedoch um, das heißt der Hersteller muss alles tun, um seine Schuldlosigkeit zu beweisen.

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