Gründung „Allein hätte ich mir den Start nicht zugetraut“

Startete erfolgreich als Franchise-Nehmer: Maike Mundt von Blume 2000. Foto: Jo Röttger für impulse

Startete erfolgreich als Franchise-Nehmer: Maike Mundt von Blume 2000. Foto: Jo Röttger für impulse

Maike Mundt startete im September 2006 ihr eigenes Blumengeschäft im Franchise-System Blume 2000 mit Unterstützung ihres Mannes Andreas Mundt. Seither ist sie auf Erfolgkurs.

Innerhalb kürzester Zeit realisierte das Duo aus Neumünster Umsatzsteigerungen von 40 Prozent – und übertraf damit seine kühnsten Erwartungen. Das Engagement wurde auch von neutraler Seite gewürdigt: Die ehemalige Bankerin und der gelernte Gärtner wurden für ihre Leistungen als Franchise-Gründer des Jahres 2006 ausgezeichnet.

Frau Mundt, warum haben Sie sich für Franchising als Weg zur Selbständigkeit entschieden?

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Allein hätte ich mir den Start nicht zugetraut – zumal ich mich als ehemalige Bankkauffrau auch nicht in der Branche auskannte. Außerdem war mir Blume 2000 noch aus meiner Zeit in Hamburg bekannt und ich war überzeugt, dass es sich mit einem eingeführten Markennamen leichter in die Selbständigkeit starten lässt. Die Kunden wissen genau, welche Art von Geschäft sie betreten und welche Qualität sie erwartet – davon wollte ich profitieren.

Haben Sie vor dem Start detaillierte Informationen über das Franchise-System eingeholt?

Ja, sicher. Zunächst habe ich im Internet alles zu Blume 2000 und Franchise gelesen. Dort habe ich zum Beispiel erfahren, dass das Unternehmen mit dem Franchise-Geber-Preis 2002 ausgezeichnet wurde – in meinen Augen ein Gütesiegel. Außerdem haben wir unsere persönlichen Kontakte aktiviert: Ein Bekannter meines Mannes ist seit mehr als zehn Jahren Franchise-Nehmer von Blume 2000. Den haben wir über seine Erfahrungen befragt.

Gab es externe Berater, die Sie bei den Vertragsverhandlungen unterstützt haben?

Ohne fachliche Unterstützung hätte ich den Franchise-Vertrag nicht unterschreiben. Wir haben unseren Steuerberater um Unterstützung gebeten. Der wiederum hat einen Anwalt hinzugezogen, um rechtliche Punkte genauer zu klären. Außerdem haben wir die Unterlagen erfahrenen Geschäftsleuten aus der Familie gezeigt, die sich mit Franchising noch nicht auskannten. Sie hatten viele Fragen und Anmerkungen zum System, die wir in stundenlangen Diskussionen besprochen haben.

Mit welchen Maßnahmen hat Sie der Franchise-Geber in der Startphase unterstützt?

Blume 2000 bietet jedem neuen Partner eine mehrwöchige Einarbeitungszeit in anderen Filialen sowie Seminare in der Zentrale, wodurch man perfekt auf den Start in seiner eigenen Filiale vorbereitet wird. Zudem bereitet der Franchise-Geber alles super vor: Er gibt seinen Gründern einen dicken Ordner in die Hand, in der jeder Schritt detailliert beschrieben ist – von der Vorbereitung auf das Bankgespräch bis zum Wechselgeld, das man am ersten Tag in der Kasse haben sollte. Darüber hinaus hat die Zentrale in Norderstedt alle erforderlich Papiere zur Verfügung gestellt, die ich zum Beispiel für die Banken benötigte, oder auch selber mit den Bankmitarbeitern gesprochen, wenn es Probleme gab.

Wie eng fällt die Zusammenarbeit mit dem Franchise-Geber im Alltag aus?

Mit dem Bezirksleiter telefoniere ich zirka zwei bis drei Mal in der Woche, etwa wenn es um die Bestellungen der Ware geht. Das ist auch ganz gut so, schließlich bin ich nicht aus der Branche. Der Kontakt zur Zentrale ist unregelmäßiger – man telefoniert, wenn zum Beispiel etwas mit der Lieferung nicht stimmt. Tagungen finden statt, um so wichtige Wochen wie die Adventszeit vorzubereiten, oder um die Strategie des nächsten Jahres abzustimmen. Man erhält jedoch regelmäßig schriftliche Informationen über die Sortimentsstrategie der nächsten Woche inklusive Wetterprognosen sowie alle wichtigen Infos wie zentrale Preisänderungen. Toll sind die guten Kontakte zu anderen Blume 2000-Franchise-Partnern – teilweise sind sogar Freundschaften entstanden. Man telefoniert, besucht sich mal gegenseitig in den Geschäften, holt sich dadurch etwa neue Präsentationsideen und tauscht Erfahrungen aus.

Bewerben Sie sich für den Wettbewerb 2007

Auch in diesem Jahr loben die Mobilcom AG und impulse den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Wettbewerb für die besten Gründer aus. Teilnehmen können alle Franchise-Nehmer, die sich 2007 selbständig gemacht haben. Einzusenden sind der Geschäftsverlauf 2007, die Umsatz-, Ergebnisentwicklung und die Planung 2008 sowie eine Franchise-Geber-Analyse.

Die Preise: Der Gewinner erhält 5000 Euro, der Zweitplatzierte 2500 Euro und der Dritte 1000 Euro. Je ein Handy für Platz vier und fünf.

Die Jury: Sie setzt sich aus Experten der Veranstalter Mobilcom und impulse sowie je einem Vertreter des Deutschen Franchise-Verbands und des Online-Marktplatzes Franchise-net zusammen.

Die Bewerbung: Fordern Sie den Fragebogen unter der E-Mail-Adresse leserservice@impulse.de an. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2008.

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