Gründung Ältere Gründer auf den Vormarsch

Der Anteil der älterer Existenzgründer ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie eine Studie belegt.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) haben das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) und TNS Infratest die Studie „Unternehmensdynamik und alternde Bevölkerung“ erstellt. Eine Erkenntnis: Nicht nur der demografische Wandel ist der Grund, dass immer mehr Unternehmensgründer 51 Jahre und älter sind.

Es sind vor allem die gut Qualifizierten, die im reifen Alter den Sprung in die Selbständigkeit wagen. Führungskräfte, die arbeitslos werden, sehen in einer Existenzgründung die Chance, in einer Entscheiderposition zu bleiben und gleichzeitig ihren Lebensstandard zu sichern. Die älteren Gründer nutzen ihre Lebens- und Berufserfahrung und geben sie weiter – vor allem in den Bereichen der personenbezogenen Dienstleistungen und der Unternehmensdienstleistungen.

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Auch der Aspekt „Zweite Karriere“ spielt eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus machen sich auch zunehmend Frauen nach einer langen Familienpause selbständig. Zusätzliche Fakten hierzu liefert die bundesweite gründerinnenagentur (bga), die sich speziell mit den Gründungen von Frauen ab 45 beschäftigt hat. Demnach ist beinahe jede dritte Frau, die sich selbständig macht, zwischen 45 und 54 Jahre alt. Das Alter bietet den Vorteil, dass die Frauen sich auf ihr berufliche Erfahrung und ihre Lebenserfahrung stützen können. Darüber hinaus verfügen sie über Netzwerke, die ihnen den Weg ins Unternehmerleben ebnen.

Die Informationen des BMWI können unter www.existenzgruender.de heruntergeladen werden. Das Faktenblatt der bga gibt es als Download unter gruenderinnenagentur.de.

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