Gründung Banken verweigern Startups häufig Kredite

Gründer haben mindestens einen gewichtigen Nachteil gegenüber arrivierten Unternehmern: Sie kommen schlecht an Kredite. Startups, die im Bereich Forschung und Entwicklung aktiv sind, klagen sogar besonders häufig über widerspenstige Banker. Das ergab eine Studie der KfW.

Trotz andauernder Finanzkrise haben sich die Finanzierungsbedingungen für die meisten Unternehmen positiv entwickelt. Startups bewerten ihre Situation allerdings schlechter als etablierte Firmen. Dies sind einige Ergebnisse der „Unternehmensbefragung 2012“, für die die staatliche Förderbank KfW gemeinsam mit 42 Wirtschaftsverbänden rund 3.400 Firmen befragte.

Unternehmen, die nicht älter als fünf Jahre sind, bewerten ihren Kreditzugang nicht sehr positiv. 38 Prozent berichten von Schwierigkeiten, einen Kredit zu erhalten. Von den Startups, die im Bereich Forschung und Entwicklung aktiv sind, geben sogar 47 Prozent an, mit Erschwernissen beim Kreditzugang konfrontiert zu sein. Die KfW schlussfolgert, dass diese Befunde deutlicher Ausdruck „erheblicher strukturelle Nachteile“ von jungen, innovativen Unternehmen gegenüber Gründern, die nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sind, seien.

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Der Vorstandsvorsitzende der KfW, Ulrich Schröder betont, dass sich „die Schere zwischen der deutlich besseren Finanzierungssituation der größeren gegenüber den kleineren Unternehmen etwas geschlossen habe“. Die Gründe hierfür sieht die KfW in der guten Konjunktur in Deutschland. Allgemein sei es für kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland trotz der Eurokrise leicht, Fördergelder zu mobilisieren.

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