Gründung Berliner lock8.me gewinnen Disrupt-Berlin-Wettbewerb – Zoff hinter den Kulissen

Ein Fahrradschloss, das Alarm schlägt, wenn es geknackt wird: Mit dieser Idee haben die Gründer von lock8 im Finale des Disrupt Berlin Start-up-Wettbewerbs abgeräumt. Bei der Jurysitzung ging es zuvor offenbar turbulent zu.

Die Bonner Youngster von voicesphere haben das Rennen nicht gemacht. Im Finale mussten sich die beiden dem London/Berliner Start-Up lock8 geschlagen geben, die den TechCrunch Disrupt Start-up-Battlefield Wanderpokal mit nach Hause nehmen durften. Darüber hinaus freut sich das Team um CTO Daniel Zajarlas-Fainsod über einen Scheck von 40.000 Euro.

Lock8.me

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lock8 ist das erste smarte Fahrradschloss der Welt. Das neuartige Schloss, welches auf der Techcrunch Disrupt vorgestellt wurde, schlägt lautstark Alarm, wenn es geklaut wird. Zeitgleich bekommt der Nutzer einen Alarm auf sein Telefon gesendet und kann sofort sehen, wo sich das Rad gerade befindet. Mit lock8 kann man darüber hinaus sein Fahrrad vermieten und über die zugehörige Mobil-App verfolgen, wo sich das Bike gerade befindet. Gerade in der Fahrradstadt Berlin eine tolle Sache.

Ärger bei der Entscheidungsfindung

Die Entscheidung hatte sich die hochkarätig besetzte Jury um TechCrunch Gründer Michael Arrington nicht einfach gemacht. Arrington war gegen eine finale Vergabe des Preises, wurde aber nach eigenen Angaben vom TechCrunch Management, welches nicht der Jury angehörte, überstimmt. “Das sendet das falsche Zeichen an Europa”, sollen die TechCrunch Manager gewettert haben und die Idee, den Preis nicht zu vergeben, vom Tisch gewischt haben. Entsprechende Tweets von Arrington auf twitter (samt einer dazugehörigen Diskussion) wurden inzwischen gelöscht. Da rumpelt es anscheinend gehörig im Karton…

Arrington hat Recht, allein die Jury sollte entscheiden. Punkt. Peinlich, sich von TechCrunch Seite einzumischen. Allerdings waren die Spielregeln so, dass das (relativ gesehen) beste Start-up den Pokal samt Preisgeld bekommt – unabhängig davon, ob jeder der in der Jury stark vertretenen Amerikaner das Potenzial von smarten Fahrradschlössern (ja, in Europa fahren nicht alle die 100 Meter zum Supermarkt mit dem Auto) wirklich versteht. Nach Arringtons Meinung hätte keiner der Finalisten einen alleinigen Sieg verdient gehabt.
Eines haben alle Start-up-Finalisten hoffentlich gelernt: Zuhören. Das Feedback in der Finalrunde war oftmals identisch mit dem Feedback in der Vorrunde. Geniales Präsentieren gehört ebenso zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens wie das Bauen eines exzellenten Produktes. Und genau beim Präsentieren mangelte es leider.

Die Gewinner-Idee von lock8 ist gut. Es muss ja nicht alles eine Milliarden-Idee sein und kann trotzdem die Welt ein bisschen besser machen. Der TechCrunch-Preis wird helfen, das Produkt bekannt zu machen – bei Fahrradfahrern und Investoren. Dieses Momentum kann das London/Berlin-Team jetzt nutzen. Interessenten können das Team übrigens mit einer Finanzspritze auf Kickstarter unterstützen.

 


 

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