Gründung Das verflixte zweite Jahr

Eine neue Firma auf die Beine zu stellen, ist immer schwierig. Doch am härtesten ist das zweite Geschäftsjahr. Das behauptet zumindest der KfW Gründungsmonitor 2011.

Das erste Quartal stellt für die meisten Gründer kein Problem dar – danach steigt das Risiko an, mit seinem Traum der Selbstständigkeit zu scheitern. Die höchste „Sterbewahrscheinlichkeit“ junger Firmen identifizierten die Frankfurter Experten, wenn die Unternehmen zwischen 13 und 15 Monate alt sind.

Noch nicht einmal eine regionale oder bundesweite innovative Geschäftsidee ist laut Gründungsmonitor 2011 ein Garant für unternehmerischen Erfolg: Grundsätzlich schreibt die KfW jenen Start-ups, die auf Marktneuheiten basieren, ein höheres Risiko zu als solchen mit erprobten Geschäftskonzepten.

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Die Frankfurter stellten in ihrer aktuellen Umfrage zudem fest: Nebenerwerbschefs schließen nur geringfügig schneller ihre Firma wieder zu als solche Unternehmer, die im Vollerwerb gründen. Und – wer hätte das nicht gedacht – je höher der Kapitaleinsatz, desto stabiler ist das Gründungsprojekt.

Überraschend ist dagegen das folgende Ergebnis: Ob Solo- oder Teamgründer – die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns unterscheidet sich nur geringfügig. Eigentlich sollte man meinen, dass es von Vorteil ist, die zahlreichen Aufgaben während der Startphase auf mehrere Schultern zu verteilen. Allerdings vermutet die KfW, dass die längeren Entscheidungsprozesse in Teams eine positive Entwicklung der Startups verzögern.

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