Gründung Die Krise pusht Gründer

Rund 870.000 Deutsche haben sich im letzten Jahr selbstständig gemacht - zehn Prozent mehr als noch 2008. Eine Umfrage der KfW Bankengruppe zeigt: Die ausklingende Krise barg für die angehenden Unternehmer mehr Chancen als Risiken.

So gaben 44 Prozent der jungen Firmenchefs an, dass die Krise für ihr Unternehmen ohne Folgen blieb. Jeder fünfte Befrage erklärte, dass sich die harten Monate sogar positiv auf das Gründungsprojekt ausgewirkt hätten. Zum Beispiel erhöhte die schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt den Druck, bereits geplante oder gestartete Geschäftskonzepte endlich in die Realität umzusetzen – anstatt weiterhin auf die Alternative Festanstellung zu warten. Zudem eröffneten die 2009 zahlreichen Insolvenzen neue Gründungschancen – frei werdende Marktnischen konnten leichter von flexiblen, innovativen Firmen besetzt werden.

Die KfW stellte in ihrer Erhebung weiterhin fest, dass sich der Zahl der Übernahmegründungen im Vergleich zu 2008 nahezu verdoppelt hat. Außerdem beschäftigten die jungen Unternehmer im Durchschnitt mehr Mitarbeiter als in den Jahren zuvor. In der Folge ist der Anteil von größeren Startups mit einem Kapitalbedarf von mehr als 25.000 Euro auf mehr als 21 Prozent gestiegen.

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...