Gründung Dienst nach Vorschrift

Zwei Drittel der Arbeitnehmer engagieren sich für ihren Arbeitgeber nur so viel, wie es gerade notwendig erscheint. 21 Prozent der Mitarbeiter legen sogar ein destruktives Verhalten an den Tag, welches der Firma Schaden kann.

Dies sind die zentralen Ergebnisse des Gallup Engagement Index 2010, bei dem rund 2000 Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt wurden.

Die Unternehmer stehen demnach vor dem Problem, die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb stärken zu müssen. Lediglich 13 Prozent der Beschäftigten verfügen über eine hohe emotionale Bindung – und sind bereit, sich über das normale Maß hinaus freiwillig für ihren Arbeitgeber und dessen Ziele einzusetzen.

Anzeige

Die fehlende Identifikation kann sich in unterschiedlichen Ausprägungen zeigen: Demotivierte Mitarbeiter weisen zu knapp 28 Prozent höhere Fehlzeiten auf – dadurch entstehen in den Unternehmen zusätzliche Kosten von jährlich 3,7 Mrd. Euro, so die Beratungsgesellschaft Gallup. Weitere Indizien sind eine hohe Fluktuationsrate und eine geringe Bereitschaft, die Arbeitsabläufe und internen Prozesse mit eigenen Ideen zu optimieren.

Die Schuld an der Misere geben die Befragten ihren Chefs: 45 Prozent der Demotivierten würden ihren Vorgesetzten sofort rauswerfen, wenn sie die Möglichkeit hätten. Vor allem die fehlende Einbindung in Entscheidungsprozesse wird kritisiert.

Dieses Problem wird auch von einer aktuellen Studie der University of Massachusetts bestätigt. Werden Mitarbeiter in betriebliche Entscheidungsprozesse einbezogen, erledigen sie im Durchschnitt sieben Prozent mehr Aufgaben. Die Zahl der richtig gelösten Aufgaben stieg gleichzeitig um neun Prozent.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...