Gründung Erste Klasse

Ursula Weidenfeld, Chefredakteurin

Ursula Weidenfeld, Chefredakteurin

Es gibt viele gute Ideen, aber aus welcher wird dann auch ein gutes Geschäft? gründerzeit sucht nach Antworten auf diese Frage - und kommt zu dem Ergebnis, dass es meist nicht nur die Produkte oder die Geschäftsideen sind, die ein Unternehmen erfolgreich machen.

Es liegt an den Menschen. Es liegt an ihrem Charakter und Temperament. Es liegt daran, wie sie mit Krisen umgehen, ob es ihnen gelingt, Verbündete für ihre Pläne zu finden. Es liegt daran, ob sie durchhalten. Ob sie das, was sie tun, mit Leidenschaft und Verstand tun. Ob es ihnen Spaß macht, Unternehmer zu sein.

Zurzeit ist es nicht gerade einfach, ein Unternehmen zu gründen. Der Spaß geht vielen spätestens bei der Suche nach einer passenden Finanzierung verloren. Worauf etwa Business
Angels wert legen und wie Gründer mit ihnen zusammenarbeiten, lesen Sie ab Seite 44. Trotz allem: Jetzt haben die Mittel- und Langstreckenläufer unter den Unternehmern wieder Konjunktur. Energie, Biss und Zähigkeit sind momentan wohl die entscheidenden Charaktermerkmale für dauerhaft erfolgreiche junge Chefs. Manchmal hilft es ja schon, wenn man wenigstens das Gefühl haben kann, nicht ganz allein am Start zu sein.

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Wir haben die Gründer des IT-Dienstleisters Maxence aus Dormagen gefragt, warum es gut ist, eine Firma im Team zu gründen. Die Antwort war ziemlich klar: Weil es mehr Freude macht, eine Erfolgsgeschichte gemeinsam zu erleben, wenn man vorher schon gut zusammengearbeitet
hat und sich vertraut. Man geht anders mit eigenen und fremden Fehlern um. Die größte
Herausforderung ist, in jeder Unternehmensphase off en miteinander zu kommunizieren und aus den Fehlern die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Oder man konzentriert sich zunächst ganz darauf, als Unternehmer erfolgreich zu sein. Wer beispielsweise Franchisenehmer wird, muss sich um das Produkt erst einmal nicht sorgen
– das bekommt er. Dass Franchise längst Unternehmertum allererster Klasse ist, zeigen die erfolg reichen Vapiano-Gründer. Die haben ihre Unternehmerkarriere als Franchisenehmer von McDonald’s
angefangen, bevor sie ein eigenes System entwickelten.

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