Gründung Experten nicht zu früh beauftragen

Am 1. April 2010 war es wieder soweit: Mit der so genannten Scoring-Novelle trat ein neues Gesetz in Kraft.

Es betrifft alle Unternehmer, die zum Beispiel mit Unterstützung von Inkassobüros ihre Außenstände bei Privatkunden eintreiben. Ab sofort dürfen die Rechnungsinformationen zum Beispiel nur noch dann weitergegeben werden, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  • Der säumige Kunde wurde zuvor mindestens zweimal schriftlich vom Betrieb angemahnt.
  • Zwischen der ersten Mahnung und der Übergabe der Forderung an den Dienstleister sind mindestens vier Wochen vergangen.
  • Der Käufer wurde bereits vor der ersten Mahnung darauf hingewiesen, dass im Verzugsfall eine Datenübermittlung an ein Inkassobüro erfolgt.
  • Die offene Forderung ist unstrittig.

Eine Datenübertragung ist auch möglich, wenn die Firma bereits einen vollstreckbaren Titel für die Außenstände besitzt, der säumige Kunde die Forderung bereits anerkannt hat oder der zu Grunde liegende Vertrag wegen Zahlungsrückstände gekündigt werden darf und der Käufer informiert wurde.

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Firmenchefs, die gegen das neue Gesetz verstoßen, können von ihrem Kunden auf Schadenersatz verklagt werden.

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