Gründung Fachkräftemangel ist das geringste Problem

Das aktuelle KfW-Mittelstandspanel, eine repräsentative Umfrage unter mehr als 12.000 Mittelständlern, kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Nicht die Personalfrage, sondern die strategische Ausrichtung beschäftigt die Firmenchefs, wenn sie an ihre unternehmerische Zukunft denken.

So rechnet zwar ein Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen damit, dass sie künftig bei der Besetzung von freien Stellen Schwierigkeiten haben werden.

Doch nur ein Prozent der Befragten sieht den Fachkräftemangel als zentrale unternehmerische Herausforderung für die nächsten Jahre an. Viel wichtiger sind für die Firmenchefs Themen wie die Erschließung neuer Kundengruppen, die Optimierung des Vertriebs oder die Verbesserung der Umsatz- und Ertragsituation.

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Betriebe, die tatsächlich Probleme haben, Fachkräfte zu finden, führen dies auf die folgenden Ursachen zurück:

  • 46 Prozent erhalten zu wenige Bewerbungen auf eine ausgeschriebene Stelle,
  • 42 Prozent beklagen, dass Bewerber nicht über die notwendigen spezifischen Zusatzqualifikationen verfügen,
  • 41 Prozent sind der Meinung, dass die Bewerber zu hohe Lohnvorstellungen haben,
  • 15 Prozent geben als Grund den unattraktiven Unternehmensstandort an und
  • 6 Prozent glauben, dass das schlechte Firmenimage potenzielle Fachkräfte abschrecke.

Um die beiden meist genannten Ursachen zu bekämpfen, können die Betriebe selbst aktiv werden: Zum Beispiel mit einer verstärkten Weiterbildungsstrategie für alte und neue Mitarbeiter oder mit der Forcierung des Erfahrungsaustauschs zwischen alten und jungen Angestellten.

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