Gründung Fast jede zweite Investition gestrichen

Schlechte Geschäftsaussichten und mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten sind die beiden meist genannten Ursachen, weshalb junge Unternehmen ihre geplanten Investitionen in den letzten Monaten nicht in die Realität umgesetzt haben.

Dies geht aus dem aktuellen „Gründungspanel 2009“ hervor, einer Befragung von 6000 Start-ups im Auftrag der KfW Bankengruppe, der Creditreform Wirtschaftsforschung und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH. Demnach änderten rund die Hälfte der interviewten Firmen (44 Prozent beziehungsweise 67 Prozent) ihre Vorhaben aus den beiden genannten Gründen. Weitere Hemmnisse waren:

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Zu hohe Investitionskosten 43 Prozent
Überbordende Bürokratie 27 Prozent
Mangel an Fachpersonal 8 Prozent
Organisatorische Probleme 5 Prozent.

Die Mehrheit der Gründer finanziert ihren Firmenstart aus eigenen Mitteln (knapp 90 Prozent). Jeder vierte neue Chef erhält Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit (27,7 Prozent) oder einen Kontokorrentkredit von der Hausbank (23,9 Prozent). Langfristige Bankdarlehen und Kapital von Verwandten oder Freunden nutzen 18 Prozent beziehungsweise 13,2 Prozent. Knapp jedes zehnte Start-up erhält Förderdarlehen von der KfW. Von Beteiligungsgesellschaften werden dagegen nur rund drei Prozent der Gründer finanziert.

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