Gründung Frauen gefragt

In den klassischen Familienunternehmen rücken zu wenige Frauen auf den Chefsessel nach. Dabei gibt es nach Meinung des Berliner Familienministeriums und der Gründerinnenagentur bga genügend Potenzial an weiblichen Nachfolgern.

Während jedes dritte neu gegründete Unternehmen in Deutschland unter weiblicher Regie entsteht, übernimmt in nur jedem zehnten Familienunternehmen eine Frau den Chefsessel vom Vater. „Ich wünsche mir, dass auch bei Wechseln an der Spitze unserer zahlreichen Familienunternehmen viel häufiger als bisher qualifizierte Töchter auf dem Chefsessel Platz nehmen“, fordert Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Gemeinsam mit der bga will das Ministerium daher talentierte Frauen ermutigen und unterstützen, ihren Führungsanspruch im elterlichen Betrieb geltend zu machen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland brauche das Potenzial junger Unternehmerinnen, wenn er künftig seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten möchte, so die Familienministerin.

Anzeige

Um das Potenzial an weiblichen Nachfolgern auszuschöpfen, widmet die bundesweite Gründerinnenagentur in diesem Jahr ihre Aktivitäten in besonderem Maße dem Schwerpunkt „Unternehmensnachfolge durch Frauen“. So gibt es etwa am 12. Juni 2008 einen bundesweiten Aktionstag. Außerdem ist eine Wanderausstellung vorgesehen. 16 Fallbeispiele zeigen, dass die Generation der neuen Chefinnen es schafft, Verantwortung und Wirtschaftlichkeit zu verbinden und damit Arbeitsplätze zu sichern. Zudem stellt die bga in der neuen Publikation „Nachfolge ist weiblich!“ ausgewählte Instrumente und Strategien zur Unternehmensnachfolge durch Frauen vor.

Die Publikation steht unter http://www.gruenderinnenagentur.de als Download zur Verfügung.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...