Hepster Drei Rostocker erfinden die Versicherung neu

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Alexander Hornung, Hanna Bachmann und Christian Range (r.) bieten mit ihrem Portal Hepster Spezialversicherungen an. Auch die Sportgeräte, mit denen die Rostocker an den Warnemünder Strand gekommen sind, soll ihre Lifestyle-Versicherung schützen.

Alexander Hornung, Hanna Bachmann und Christian Range (r.) bieten mit ihrem Portal Hepster Spezialversicherungen an. Auch die Sportgeräte, mit denen die Rostocker an den Warnemünder Strand gekommen sind, soll ihre Lifestyle-Versicherung schützen. © Hendrik Lüders

Das Portal Hepster verkauft maßgeschneiderte Versicherungen über digitale Kanäle und will damit Individualisten und Hipster als Kunden anlocken.

impulse: Herr Hornung, Sie wollen den Abschluss einer Versicherung mit Ihrem Start-up Moinsure in eine „ultimative Erfahrung“ verwandeln. Das scheint zunächst schwer vorstellbar.

Alexander Hornung: Warten Sie es ab! (lacht) Unsere Plattform Hepster, die im April startet, ermöglicht es, von überall, jederzeit und mit wenigen Klicks eine Versicherung für Ihre persönliche Situation abzuschließen, ohne sich zu binden.

Wie funktioniert das?
Wenn Sie in den Tauchurlaub fahren, dann können Sie mit Ihrem Smartphone noch auf dem Flughafen das Equipment versichern. Oder sich selbst. Und zwar schon ab einem Tag anstatt für ein ganzes Jahr oder länger.

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Wann sind Sie darauf gekommen?

Als Triathlet bin ich viel unterwegs. Bei den Wettkämpfen stellen die Sportler ihr teures Fahrrad einfach unbewacht ab, bevor sie losrennen – so entstand die Idee.

Hepster ist Ihre zweite Firma. Zuvor ­haben Sie eine Versicherungsagentur aufgebaut. Was reizt Sie am Gründen?

Die Freiheit, wichtige Entscheidungen selbst treffen zu können und keine Sätze hören zu müssen wie ‚Das haben wir schon immer so gemacht‘. Wir spüren die Auswirkung jedes Entschlusses sofort und tragen die Konsequenzen – im Guten wie im Schlechten.

Versicherungen sind bislang als digitale Vorreiter eher nicht aufgefallen.

Darin sehen wir unsere Chance. Wir erreichen mit Technologie und Design andere Kunden als Konzerne. Trotzdem haben wir mehr als ein Jahr gebraucht, um die Versicherer von den Chancen einer Kooperation zu überzeugen.

Ist Ihnen zwischendurch auch mal die Lust vergangen, als es nicht lief?

Jeden Tag! (lacht) Nein, das ist es doch, was man als Unternehmer tun muss: Hürden überwinden, kämpfen, bis es funktioniert, dann macht es auch wieder Spaß. Dafür motivieren wir uns gegenseitig.

Wie denn?

Gibt es ein Problem, treffen wir drei uns am Wochenende im Büro und bleiben so lange, bis wir es gelöst haben. Auch das schweißt uns zusammen.

Rostock ist für ein aufstrebendes Start-up ein überraschender Standort.

Klar, die Gründerszene hier ist klein, und für Technologiefirmen muss wirtschafts­politisch mehr getan werden. Wir haben es aber geschafft, hier ein motiviertes Team aufzubauen. Ohne diese tolle Crew hätten wir nur eine Idee, aber kein Unternehmen.

 

Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 03/2017

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