Gründung Große Marktplätze sind Umsatzbringer

Nach Prognosen des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels werden 2010 Waren im Wert von knapp 24 Milliarden Euro über das Internet gehandelt. Auf welchen Websites die Meisten einkaufen, zeigt eine neue Studie.

Das Internet lässt die Welt kleiner werden: Grenzen und Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Es ist völlig unerheblich, ob wir bei einem Händler in Kiel oder in Konstanz einkaufen.

Und dennoch: Die meisten Transaktionen finden auf den großen Marktplätzen wie Ebay, Amazon & Co. statt. Dies zeigt die aktuelle Online-Studie „Im Focus“ der Internetagentur DMC Digital Media Center.

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Das Ergebnis begründen die Stuttgarter Experten mit dem Suchverhalten der potentiellen Käufer: Jeden Tag werden mehr als 140 Millionen Suchanfrage an Google & Co. gestellt. In fast 60 Prozent aller Fälle klicken die Käufer anschließend auf den Links einer der bekannten Portale. Denn die bekannten Websites stehen auf Grund ihrer professionellen Suchmaschinen-Marketings meist ganz weit oben im Ranking.

Immerhin jeder fünfte Nutzer landet am Ende seiner Online-Einkaufstour bei Produkt- und Preissuchmaschinen wie guenstiger.de oder billiger.de. Bewertungsportale (Idealo, Kelkoo) steuert nur jeder sechste Verbraucher an. Mit knapp neun Prozent spielen die Websites von Herstellern als Ausgangspunkt für einen Einkauf eine eher untergeordnete Rolle, genauso wie die Homepages der großen Versandhäuser (5,3 Prozent) oder der Spezialversender (1,5 Prozent).

Die Experten haben in ihrer Umfrage noch ein Detail herausgefunden: Zwei von drei Frauen landen beim Online-Shopping auf den großen Marktplätzen. Bei den Männern dagegen nur 57 Prozent. Sie klicken sich dafür häufiger als Frauen (20 Prozent gegenüber 16 Prozent) durch die Informationen der Produkt- und Preissuchmaschinen. Zudem surfen Käuferinnen doppelt so oft wie Männer die Universalversender wie Otto oder Neckermann an .

Die Untersuchung gibt jedoch auch den unbekannteren Internet-Händlern Hoffnung. 75 Prozent der Befragten würden bei einem niedrigeren Preis auch bei einer unbekannten Online-Adresse kaufen. Deshalb die Empfehlung der Experten: Kleine Internet-Shops sollte ihre Produkte in Preis- oder Suchmaschinen optimal platzieren.

Wichtig ist auch eine gute Vernetzung mit den größeren Anbietern wie Ebay und Amazon. Die Händler auf diesen Portalen profitieren nämlich von deren großen Vertrauensbasis bei den Endkunden – um bei Amazon, Yatego oder Ebay zu shopp, nimmt jeder Zweite sogar einen höheren Preis in Kauf. Bei den Kunden steht nämlich Transparenz an erster Stelle bei ihren Kaufentscheidungen. Dabei kommt es ihnen vor allem auf detaillierte Produktinformationen, Bewertungen und Feedbacks durch andere Nutzer und die offene Kommunikation, bei welchem Vertriebspartner nun tatsächlich bestellt wurde, an.

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