Gründung Gründer sind Einzelkämpfer

Nun ist es heraus: Firmen, die von einem Team mit ausgewogenen Technik- und Managementkompetenzen geleitet werden, sind nachweislich erfolgreicher. Dennoch starten die meisten Gründer noch immer allein in die Selbstständigkeit.

Der aktuelle KfW Gründungsmonitor zeigt: 60 Prozent der Start-ups werden von Einzelkämpfern ins Leben gerufen. Immerhin: 17 Prozent der jungen Unternehmer verfügen zwar nicht über Teampartner, beschäftigen dafür aber Mitarbeiter. Im Durchschnitt schaffen sie 2,4 Vollzeitstellen.

Ein weiteres Ergebnis der Erhebung: Frauen gründen noch immer seltener als Männer. Gerade einmal vier von zehn Betrieben werden von Chefinnen geleitet. Das liegt unter anderem daran, dass Männer dem Unternehmerstatus einen höheren Wert beimessen. Hinzu kommt: Männer schätzen das Gründungsumfeld generell positiver ein. Frauen bezweifeln dagegen öfter die Attraktivität der Selbstständigkeit und sprechen sich die Befähigung, ein Unternehmen leiten zu können, eher ab.

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Und auch in Sachen Nachfolge stehen Frauen hinten an: Deutschlandweit werden nur 15 Prozent der Firmen, in denen ein Juniorchef gesucht wird, in weibliche Hände übergeben. Vor allem bei Familienbetrieben gilt: Knapp die Hälfte der Nachfolgerinnen übernehmen den Betrieb der Eltern unerwartet – die meisten Töchter wurden zu spät über ihre Zukunftschance „Selbstständigkeit“ informiert und sind entsprechend schlecht darauf vorbereitet.

Zudem stellte die KfW fest: Wer einen eigenen Betrieb führt, ist innovationsfreudiger und kreativer als Angestellte. Eigene Chefs weisen darüber hinaus auch einen überdurchschnittlichen Drang zur Selbstverwirklichung und eine große Überzeugungskraft auf.

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