Gründung Gründerzahl steigt

Die Deutschen wagen wieder häufiger den Schritt in die Selbstständigkeit. Vor allem Kleinunternehmer sind im Kommen.

Knapp 720.000 Firmen wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts im letzten Jahr gegründet – rund 0,6 Prozent mehr als 2009. Ein deutliches Plus von 4,2 Prozent verzeichneten dabei die neuen Kleinunternehmer (305.000). Dagegen sank die Zahl der Großgründungen um 2,8 Prozent auf rund 150.000 Betriebe.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist mit dieser Entwicklung zufrieden: „Erstmals seit zehn Jahren hat es bei guter Konjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit mehr Neugründungen gegeben“, sagte Mittelstandsexperte Marc Evers.

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Der DIHK registrierte zudem, dass zunehmend Frauen Interesse an einer Unternehmensgründung zeigten. „Rund 40 Prozent der Interessierten, die sich von den Kammern beraten lassen, sind Frauen“, sagte Evers. Zum Vergleich: Vor einem Jahrzehnt lag die Quote noch bei einem Drittel.

Besonders häufig wird nach Angaben des DIHK im Dienstleistungsbereich gegründet. Im Nachklang der Wirtschaftskrise lagern derzeit viele Industriefirmen Arbeiten aus, um Kosten zu sparen und die Firmenorganisation zu verschlanken. Hier nutzen viele neue Firmenchefs die Chance, durchzustarten.

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