Gründung Gut vorbereitet

So mancher Gründerexperte treibt derzeit mit geradezu lustvollem Engagement potenzielle Start-ups ins Risiko. Richtig zufrieden sind sie erst, wenn die Gründer ihr junges Unternehmen vollends gegen die Wand fahren. Ihr Lieblingssatz lautet: "Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns." Denn, so lautet ihre Argumentation, nur aus Erfahrung wird man klug. Mithin müsste jeder gescheiterte Gründer beim zweiten Startversuch mit einem gehörigen Vorsprung gegenüber den Erstlingen ins Rennen gehen. Schön wär's! Tatsächlich ist das Gegenteil richtig.

Den Beweis dafür lieferte jüngst eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung
(ZEW) in Mannheim. Restarter haben ein signifikant höheres Risiko, in der Insolvenz unterzugehen oder ihre Firma mangels Erfolg unfreiwillig wieder schließen zu müssen. Dies liegt nicht an den zugegeben schlechteren Startbedingungen für Gründer, die schon einmal ein Projekt in den Sand gesetzt haben. Und deshalb beim zweiten Anlauf nur schwer an Kapital kommen.

Die Mannheimer Forscher fanden den wahren Grund für das erneute Scheitern der Restarter heraus: Offenbar lernen viele der erfolglosen Unternehmer nicht aus ihren Fehlern. Die Vermutung der Wissenschaftler: Sie ignorieren ihren Mangel an unternehmerischem Talent.
Und fallen deshalb auch beim zweiten Mal wieder auf die Nase.

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Die Warnung der Wirtschaftsexperten sollten Betroffene sicher sehr ernst nehmen. Gleich wohl besagt die Studie auch: Restarter tragen zwar ein höheres Risiko, doch nicht wenige packen die selbst gesteckte Aufgabe.

Für Erstgründer wie für Restarter gilt indes: je besser die Vorbereitung, umso geringer das Risiko des Scheiterns. Deshalb lassen wir in dieser Ausgabe von gründerzeit Unternehmer zu Wort kommen, die typische Startprobleme meisterhaft gelöst haben. Wir präsentieren außerdem
Banker, die unseren Lesern verraten, worauf es beim Business-Plan wirklich ankommt. Und wir
zeigen, in welchen Städten und Regionen Gründer besonders viel Unterstützung erfahren.

Der Rest ist Fortune und viel Arbeit – wer es so angeht, wird sich übers Scheitern kaum Gedanken machen müssen.

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