Gründung Gute Chancen für Juniorchefs

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Viele Gründer verrechnen sich zu Anfang bei der Preiskalkulation. Beim Pricing beziehen sie oft nicht Nachfrageschwankungen und den eigenen Verdienst mit ein.© Minerva Studio / Fotolia.com

Welche Auswirkung hat der demographische Wandel auf den Generationenwechsel? Dieser Frage ging das IfM Bonn zusammen mit drei Hochschulen im Auftrag des Bundeswirtschaftministeriums nach.

Das Ergebnis ihrer Analysen: In den nächsten drei Jahren suchen suchen jeweils rund 22.000 Seniorchefs einen Nachfolger – knapp 60 Prozent der Führungspositionen werden an einen Familienfremden vergeben.

Etwa ein Drittel der Übergaben findet künftig im produzierenden Gewerbe statt, zu welchem die Experten auch das Handwerk zählen. Überproportional viele Wechsel stehen auch im Handel beziehungsweise im Bereich Gaststätten an (30 Prozent). In den meisten Betrieben (41 Prozent), für die ein Nachfolger gesucht wird, arbeiten derzeit maximal vier Mitarbeiter. Weitere knapp 36 Prozent beschäftigen zwischen fünf und neun Arbeitnehmer – ideal also für angehende Firmenchefs, die erst einmal klein starten wollen.

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Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen hat zudem die Zahl der künftigen potenziellen Übernehmer geschätzt. Die Wissenschaftler erwarten, dass die Zahl der Juniorchefs in den kommenden Jahren sinken wird – allerdings übersteigt ihre Anzahl auch im Jahr 2020 noch die Anzahl der frei werdenden Chefsessel. Eine Nachfragelücke ist also auch bis 2020 nicht zu erwarten.

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