Gründung „Ich bin auf dem richtigen Weg“

Georgi Kobilarov (Foto) gründete im März 2009 Uberblic Labs. Der 27-Jährige entwickelte eine Plattform, mit deren Hilfe Unternehmen große Datenbanken verwalten und aggregieren können. Unabhängig davon, ob sie innerhalb der Firma oder im Internet gesammelt wurden. Mit seiner Geschäftsidee gehörte der Berliner zu den Siegern des Mini-Seedcamp in Berlin - und darf Deutschland im Herbst während der Seedcamp-Woche in London vertreten. Im Interview berichtet er über seine Wettbewerbserfahrungen.

Herr Kobilarov, Glückwunsch zu Ihrem Sieg. Wie intensiv haben Sie sich auf das Mini-Seedcamp 2010 in Berlin vorbereitet?

Der erste Teil des Auswahlprozesses war eigentlich ganz leicht: Ich habe im Internet einen Fragebogen ausgefüllt und Details zu meiner Geschäftsidee, meiner Qualifikation und meiner Strategie erläutert. Wie in einem Businessplan eben. Schwieriger gestaltete sich schon der zweite Part: Als einer von nur noch 20 Gründern durfte ich mein Konzept den 150 Mentoren vorstellen. Hierfür hatte ich nur fünf Minuten Zeit.

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Haben Sie den Vortrag vorher geprobt?

Ja, immer und immer wieder. Zum Beispiel vor Freunden. Vor allem vor solchen, die nicht aus der Branche kommen. Schließlich sollten auch sie verstehen können, was meine Geschäftsidee so innovativ macht.

Wie ist Ihre Präsentation angekommen?

Super. Es gab unter den Zuhörern Experten, die bedauerten, von meiner Geschäftsidee noch nicht gehört zu haben.

Nachmittags fanden noch so genannte Feedback-Gespräch statt.

Ja, vier einstündige Treffen mit jeweils fünf bis acht Mentoren – zum Beispiel Berater, Investoren, Technologieexperten und ehemalige Seedcamp-Teilnehmer. Mit ihnen konnte ich über Einzelheiten meiner Strategie sprechen. Zum Beispiel, ob sich Uberblic Labs besser an die Manager in Unternehmen oder an die Software-Entwickler wenden soll.

Und das Ergebnis?

Die Fachleute waren geteilter Meinung. Daraus habe ich dann gelernt, dass ich mich besser auf eine Zielgruppe konzentrieren sollte, um mich nicht zu verzetteln. Ich habe mich für die Entwickler entschieden.

Mit welchen Erwartungen sind Sie ins Mini-Seedcamp gegangen – und wurden diese erfüllt?

Ich wollte in erster Linie neue Kontakte zu Experten in der Technologiebranche knüpfen und auch schon einmal bei ersten Investoren vorfühlen, ob mein Konzept ankommt. Beides ist mir in den kleinen Gesprächsrunden gut geglückt. Außerdem steigert es das Selbstbewusstsein enorm, wenn die Fachleute von der Geschäftsidee so begeistert sind – es zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Als einer von fünf Vertretern aus Deutschland werden Sie im September die Seedcamp-Woche besuchen. Mit welchen Hoffnungen fahren Sie nach London?

Ich möchte mein Netzwerk in Großbritannien ausweiten. Mit der BBC haben wir ja dort bereits einen großen Kunden. Außerdem plane ich, Geld für die weitere Expansion einzuwerben.

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