Gründung Junge Mitarbeiter fehlen häufiger

Der Krankenstand der deutschen Arbeitnehmer ist 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent zurück gegangen: Jeder Beschäftigte ist im Durchschnitt einmal pro Jahr für rund zwölf Tage krankgeschrieben.

Eine Analyse der Techniker Krankenkasse zeigt jedoch: Junge Arbeitnehmer fehlen doppelt so oft wie ihre älteren Kollegen.

Zur Ehrenrettung der jüngeren Generation muss jedoch gesagt werden, dass die durchschnittliche Dauer eines Arbeitsausfalls mit steigendem Alter deutlich zunimmt. Während die 15- bis 19-Jährigen meist nach sechs Tagen wieder in der Firma erscheinen, dauern die Fehlzeiten bei den über 55-Jährigen in der Regel fast 19 Tage. Der Grund: Im Alter treten häufiger schwerere Erkrankungen auf wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder psychische Störungen.

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Letztere haben im den vergangenen Jahren sehr stark zugenommen – auch unter den jüngeren Beschäftigten. „Von den Berufseinsteigern werden heute immer vielfältigere Qualifikationen und ein höheres Maß an Flexibilität erwartet“, begründet Gudrun Ahlers von der Techniker Krankenkasse diese Entwicklung. Außerdem belaste die zunehmende Zahl der befristeten Arbeitsverträge viele Mitarbeiter enorm.

Ständige Erreichbarkeit, Termindruck und die SMS-Flut sorgen bei allen Beschäftigten gleichermaßen für zusätzlichen Stress: Innerhalb des letzten Jahres sind die Krankschreibungen wegen psychischer Störungen um fast 14 Prozent gestiegen – im Durchschnitt fehlte jeder Arbeitnehmer 2010 zwei Tage wegen Erschöpfungssymptomen.

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