Gründung Klein, aber oho

Frauen gründen anders als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Gründungsmonitor der KfW Bankengruppe. Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung

Im vergangenen Jahr haben rund 349.000 Frauen ein eigenes Unternehmen gestartet – rund 66 Prozent wagten diesen Schritt allerdings nur als Nebenerwerb. Der Hauptgrund hierfür ist bei fest verankerten Aufgabenverteilungen zwischen den Geschlechtern zu suchen: Frauen kümmern sich nach wie vor häufiger um die Familie und den Haushalt. „Viele schätzen daher an der Selbstständigkeit im Nebenerwerb die zeitliche Flexibilität, die es ihnen erlaubt, Beruf und Familie zu vereinbaren“, sagte Dr. Margarita Tchouvakhina, Abteilungsdirektorin bei der KfW Bankengruppe. Erst nachdem sich die Geschäftsidee als erfolgsversprechend herausgestellt hat, bauen die Chefinnen ihre Firma aus.

Vor allem in der Branche Bildung, Gesundheitswesen und Unterhaltung lassen sich solche Nebenerwerbs-Unternehmen leicht gründen – hier starten 43 Prozent aller Frauen. Zum Vergleich: Nur jeder fünfte Mann wählt diesen Wirtschaftsbereich.

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Die KfW stellte zudem fest, dass Unternehmerinnen mit weniger Kapital und weniger Personal starten als ihre männlichen Kollegen. Dennoch bleiben sie genauso lange am Markt wie Start-ups, die von Männern geführt werden.

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