Gründung Mehr Schutz für Chef und Mitarbeiter

Technische Mängel, Zeitdruck oder Überlastung der Mitarbeiter – Arbeitsunfälle können verschiedene Ursachen haben. Wie Firmenchefs sich und ihre Mitarbeiter schützen können.

Arbeitsschutz bedeutet nicht nur, dass außergewöhnliche Belastungen wie Lärm, Kälte, Hitze oder Gefahrenstoffe vermieden werden. Zunehmend leiden Mitarbeiter und Firmenchefs auch unter psychosozialen Faktoren. Dazu gehören zum Beispiel hoher Zeit- und Termindruck, ungünstige Arbeitszeiten, Konkurrenz zwischen den Kollegen oder ständige Unter- beziehungsweise Überforderung.

Die folgende Checkliste hilft, die negativen Einflussgrößen so gering wie möglich zu halten:

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  • Den Arbeitsplatz nicht mit ungeprüften Billigangeboten ausrüsten. Gesunde Bedingungen zum Beispiel am Bildschirmarbeitsplatz sind nur zu erzielen, wenn PC, Bildschirm, Bürotisch und –stuhl mit dem CE-Symbol gekennzeichnet sind. Nur dann entsprechen die ausgezeichneten Produkte den internationalen Richtlinien. Das CE-Siegel ist auch für Werkzeuge, Geräte und Maschinen vorgeschrieben.
  • Produkte, die zusätzlich von unabhängigen Experten auf Sicherheit geprüft wurden, tragen das GS-Zeichen.
  • In jedem Bundesland existiert eine so genannte Arbeitsstättenverordnung. Sie regelt zum Beispiel die Raumgröße, die Temperatur, die Beschaffenheit von Böden, Wänden und Decken, die Anforderungen an die Rettungswege oder die Toiletten und die Pausenräume. Unbedingt anschauen, bevor Räume angemietet werden!
  • Wenn im Betrieb Gefahrenstoffe verarbeitet werden, müssen Firmenchefs Vorkehrungen etwa in Sachen Lagerung, richtige Handhabung und Vorsorge bei Unfällen treffen.
  • Den Arbeitstag organisieren: Welche Aufgaben sind wann zu erledigen? Wann ist Zeit für Besprechungen, Mails, Telefonate? Welche Aufgaben können an Mitarbeiter delegiert werden? Dabei müssen die gesetzlichen Vorschriften für die tägliche Höchstarbeitszeit und die Pausenregelungen eingehalten werden.
  • Einige Mitarbeiter unterliegen besonderen Schutzbestimmungen. Dazu gehören zum Beispiel Schwangere, Jugendliche oder Behinderte. Auch für die Arbeitsbedingungen der Heimarbeiter ist der Chef zuständig.
  • Eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit schützt vor Selbstausbeutung. Gründer sollten vor allem in der stressigen Startphase nicht den Kontakt zu Freunden und der Familie vernachlässigen.

Weitere Informationen und Praxistipps rund um das Thema Arbeitsschutz bietet die Internetseite Guss – Gesund und sicher starten.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung bietet zudem zahlreiche Checklisten an. Zum Beispiel für den Arbeitsplatz im Auto, zum Brandschutz oder zur Ergonomie von Bildschirmarbeitsplätzen.

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