Gründung Mehr Übersicht auf dem Konto

Wann benötigen Gründer wie viel Geld? Wie werden die Ausgaben finanziert? Mit welchen Einnahmen können sie rechnen? Jederzeit die Zahlungsfähigkeit der Firma zu garantieren ist nicht leicht.

Wer den Überblick verliert, läuft Gefahr, insolvent zu werden. Folgende Punkte sind für eine fundierte Liquiditätsplanung wichtig:

Um zu wissen, wie liquide der Betrieb ist, müssen Gründer alle geplanten Einzahlungen und Auszahlungen aufschreiben. Entsprechende Software-Programme helfen dabei – anfangs reicht aber sicherlich eine einfache Excel-Tabelle aus. Eine Checkliste über die wichtigsten Posten hat die KfW Mittelstandsbank zusammengestellt.

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Lückenlos jeden einzelnen Posten ausweisen und Saldierungen vermeiden – so behält man leichter den Überblick über die wahren Kostentreiber und schlecht zahlende Kunden. Firmenchefs sollten dabei bedenken: Mit einer detaillierten Planung lässt sich außerdem das Vertrauen von Kapitalgebern und Geschäftspartnern schneller gewinnen.

Der Liquiditätsplan erstreckt am besten sich auf mindestens drei Jahre und muss fortlaufend aktualisiert werden. Für das laufende Jahr jeweils monatliche Auflistungen schreiben. Später können die Zeiträume vergrößert werden – auf Quartale, Halbjahre und Jahre.

Vorsicht: Ein Großteil der Insolvenzen von jungen Firmen in den ersten fünf Jahren geht auf Liquiditätsschwierigkeiten zurück. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Gründer den Kapitalbedarf für Wareneinkäufe und ausstehende Forderungen zu niedrig einschätzen.

Hans-Ulrich Häfke, Partner der Steuerberatungsgesellschaft Häfke&Bourqin, hat zusammengestellt, wie einzelne Geschäftsvorfälle konkret in der Liquiditätsplanung auszuweisen sind. Hier einige Beispiele:

Investitionen:

Termin der Zahlungsfälligkeit, An- oder Ratenzahlungen berücksichtigen

Materialeinkäufe:

Termin der Zahlungsfälligkeit, Zahlungsziele und Skonti berücksichtigen

Umsatzerlöse:

Termin der Zahlungsfälligkeit, Zahlungsziele berücksichtigen

Personalkosten:

monatsgenau, Lohnsteuer im Folgemonat berücksichtigen

Ausgabe für Mieten, Telefon, Versicherungen:

monatsgenau

Zinsen und Tilgung:

Termin der Zahlungsfälligkeit

Steuern:

jeweils zum Stichtag berücksichtigen

Weitere Informationen zu Gründungsfinanzierung, Liquidität und Co. finden Sie in unserem Gründer-Workshop.

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