Gründung Migranten gründen häufiger

Rund 170.000 Firmen, die in 2009 eröffnet wurden, haben einen Chef ausländischer Herkunft. Damit liegt die Gründerquote in dieser Bevölkerungsgruppe höher als unter den Deutschen.

„Migrantinnen und Migranten gründen vergleichsweise häufig und gut vorbereitet“, sagt Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe. Bei einer Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors stellt das Institut fest: Jeder fünfte Gründer in Deutschland kommt aus einem anderen Land.

Die größte Gruppe der neuen Unternehmer sind Bürger, die selbst beziehungsweise deren Eltern aus der Türkei stammen. Zunehmend starten auch Personen mit russischem oder polnischem Migrationshintergrund einen eigenen Betrieb.

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Die Auswertung zeigt zudem: Migranten gründen öfter im Vollerwerb als Deutsche und nutzen den Schritt in die Selbstständigkeit häufiger als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit.

Im Vergleich zu ihren deutschstämmigen Kollegen stellen die Migrations-Gründer meist schon zum Zeitpunkt der Gründung Mitarbeiter ein und starten besonders oft als Einzel- oder Großhändler.

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