Gründung Mini-GmbH kommt mit Verspätung

Die von Gründern lang ersehnte Reform des GmbH-Gesetzes ist nun voraussichtlich doch erst im September vorgesehen.

Ursprünglich sollten die abgespeckten GmbH-Varianten schon zum Jahreswechsel möglich sein. Zur Erinnerung: Mit den neuen Vorschriften sinkt das erforderliche Stammkapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung von derzeit 25.000 Euro auf nur noch 10.000 Euro. Neu gegründete Firmen benötigen sogar überhaupt kein Mindestkapital mehr. Im Gegenzug unterliegen diese Mini-GmbHs strengeren Veröffentlichungsregeln. Zudem muss ein Viertel des Gewinns als Rückstellung bilanziert werden, um Eigenkapital aufzubauen.

Doch in Sachen Rechtsform gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Die so genannte „Europa-GmbH“ – die EU-weite Alternative zur GmbH – nimmt langsam Gestalt an. Im Sommer soll ein entsprechender Entwurf vorliegen. Mit dieser Europäischen Privatgesellschaft (EPG), die ebenfalls ein Stammkapital von voraussichtlich 10.000 Euro haben wird, sollen die formalen Unterschiede der bestehenden nationalen Rechtsformen wie etwa GmbH, Limited (Großbritannien) oder SARL (Frankreich) angeglichen werden. In der Folge können international tätige Unternehmen bei den Verwaltungskosten sparen.

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