Gründung Negative Bewertung muss akzeptiert werden

In einem aktuellen Urteil entschied das Amtsgericht München: Ebay-Shops müssen schlechte Bewertungen durch ihre Kunden akzeptieren. Voraussetzung ist jedoch, dass diese auf wahren Tatsachen basieren.

Im entschiedenen Fall konnten sich Käufer und Verkäufer nicht über die Zahlungs- und Lieferungsmodalitäten einigen.

Als der Kunde darum bat, ein gekauftes Notebook persönlich abholen und den geforderten Kaufbetrag über ein Treuhandkonto zahlen zu können, lehnte der gewerbliche Verkäufers dies per E-Mail ab. In seiner Antwort wies er zudem darauf hin, dass er gegen eine mögliche negative Bewertung durch den Käufer anwaltlich vorgehen werde.

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Der Kunde gab daraufhin tatsächlich eine schlechte Benotung ab und wies im Textteil auf die schriftliche Drohung hin – zu Recht, befand der Richter und weigerte sich, den negativen Eintrag löschen zu lassen. Seine Begründung: Werturteile und wahre Behauptungen müsse der Verkäufer hinnehmen, dies gehöre zum Recht auf freie Meinungsäußerung und beeinträchtige den Unternehmer nicht in der Ausübung seines Gewerbes (Aktenzeichen 142 C 18225/09).

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