Gründung Neue Regel für Minijobber

Seit dem 1. Januar 2011 gilt eine neue Vorschrift für Unternehmen, die geringfügige Beschäftigungsverhältnisse anbieten.

Minijobber sind ab sofort dazu verpflichtet, ihrem Arbeitgeber jedes weitere Arbeitsverhältnis zu melden – und zwar schriftlich. Im Gegenzug muss der Betrieb den Erhalt dieser Meldung bestätigen. Beide Erklärungen sind vom Unternehmen in die jeweilige Personalakte aufzunehmen.

Der schriftliche Nachweis kann im Ernstfall dem Arbeitgeber zu Gute kommen: Kann er auf diesem Weg belegen, dass der Minijobber vorsätzliche eine falsche Aussage über seine Beschäftigungsverhältnisse und seine Verdienstmöglichkeiten getroffen hat, muss er nicht für den entstandenen Schaden haften. Denn grundsätzlich gilt: Der Unternehmer kann dazu verpflichtet werden, die entgangenen Sozialversicherungsbeträge rückwirkend zu zahlen, wenn sich herausstellt, dass der Arbeitnehmer mehr als 400 Euro im Monat verdient.

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Diese neue Vorschrift gilt sowohl für geringfügig entlohnte Minijobs, bei der ein Arbeitnehmer auf Dauer nicht mehr als 400 Euro im Jahr verdient, als auch für kurzfristige Beschäftigungen, die den Arbeitseinsatz auf nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage im Jahr begrenzen (unabhängig von der Höhe des Entgelts).

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