Gründung Online-Shopping weiter auf dem Vormarsch

Jeder dritte Kunde gibt mehr Geld aus als geplant, weil er im Internet ein interessantes Angebot findet. Eine aktuelle Befragung zeigt: Niedrige Preise und Zeitersparnis – dies sind die Vorteile, die viele Kunden in den Online-Shop treiben.

Mehr als 19 Mrd. Euro werden die deutschen in diesem Jahr bei Online-Einkäufen ausgeben. Bis 2014 sollen die Umsätze hier zu Lande sogar die 27-Mrd.-Euro-Marke übersteigen, so die US-Marktforschsgesellschaft Forrester Research.

Unternehmer, die vom lukrativen Internet-Geschäft profitieren wollen, müssen ihre Zielgruppe zuvor genau analysieren. Als Basis können sie die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter rund 1300 Online-Shoppen nutzen, die aktuell von der Unternehmensberatung PwC durchgeführt wurde:

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  • 73 Prozent der Befragten bevorzugen den elektronischen Einkauf, weil sie dort günstigere Angebote finden als in einem Ladengeschäft in ihrer Region. Dies gilt vor allem für Kunden im Alter von 18 bis 30 Jahren.
  • 69 Prozent bevorzugen das Internet als Einkaufsmeile, weil sie so Zeit sparen können.
  • Für 41 Prozent der Interviewten ist die größere Produktauswahl das entscheidende Argument für einen Online-Einkauf.
  • Nur sieben Prozent legten auf die Verfügbarkeit eines bestimmten Markenprodukte und
  • lediglich acht Prozent auf umfangreiche Produktinformationen und –präsentationen wert.

PwC untersuchte auch, wie die Kunden den einmal gewählten Shop im World Wide Web gefunden haben. Das Resultat:

  • 60 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzten eine Suchmaschine.
  • Rund 55 Prozent gaben an, dass sie bei der Suche nach einem bestimmten Produkt auf der Homepage gelandet sind.
  • 45 Prozent der Käufer haben zuvor bei einer Preissuchmaschine nach dem günstigsten Angebot gesucht.
  • Nur drei Prozent der Befragten kamen über eine Empfehlung aus sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Xing auf einen bestimmten Internet-Shop. In diesem Punkt gilt: Während sich ältere Kunden an Meldungen aus E-Mails und Newslettern orientieren, orientieren sich die jüngeren Online-Shopper eher an Empfehlungen von Freunden.
  • Entscheidend für die tatsächliche Bestellung ist bei 67 Prozent der Interviewten der Preis. Knapp die Hälfte der Befragten legt zudem Wert auf eine einfache Produktsuche und eine schnelle Lieferung. Qualitäts- und Gütesiegeln vertrauen dagegen nur sechs Prozent.

Doch nicht immer kaufen Internet-Nutzer auch dort ein, wo sie sich über eine interessante Ware informiert haben. Ein Beispiel: Fast zwei Drittel der Käufer informieren sich in puncto Bekleidung und Schuhe im Web – kaufen aber dann zu 65 Prozent doch im stationären Ladengeschäft ein. Für Produkte von der Stange wie etwa Elektronik gelt jedoch genau das Gegenteil: 42 Prozent lassen sich von einem Verkäufer im persönlichen Gespräch beraten – 63 Prozent erwerben das Produkt aber dann via Internet.

Für die Zukunft des Internet-Handels malte PwC ein positives Bild: 48 Prozent der Befragten wollen in den kommenden zwei bis drei Jahren noch häufiger online bestellen. sagt dazu: „Bis 2015 werden mehr als 75 Prozent des Umsatzwachstums im deutschen Einzelhandel werden via Web zustande kommen“, sagt Gerd Bovensiepen Leiter des Competence Centers Retail & Consumer bei PwC.

Seine Empfehlung: Wenn noch nicht geschehen, sollten sich stationäre Einzelhändler das Internet als zusätzlichen Vertriebskanal erschließen. Nur dann können sie ihren aktuellen Marktanteil halten beziehungsweise weiter ausbauen.

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