Gründung „Posaunen Sie heraus, dass Sie ein innovatives Medium nutzen“

Gute Inhalte sorgen für eine hohe Reichweite - das ist die Kernaussage einer aktuellen Studie über die Nutzung von Twitter durch deutsche Unternehmen. Autor und Unternehmensberater Torsten Schwarz gibt praxisnahe Tipps zum Aufbau eines eigenen Firmen-Feeds.

Herr Schwarz, drei Monate lang haben Sie die 25 aktivsten deutschen Unternehmen in Twitter beobachtet. Wer zwitschert am interessantesten?

Nach unseren Erkenntnissen die Deutsche Lufthansa AG, Google und Otto. Diese Unternehmen haben die meisten Abonnenten und ihre Nachrichten werden oft weiterempfohlen.

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Gibt es inzwischen auch kleinere Firmen, die Twitter effizient nutzen?

Ja sicher. Sehr erfolgreich ist zum Beispiel die Kellerei Walther unter twitter.com/safttante. Hier meldet sich regelmäßig die Chefin Kirstin Walther mit Kurznachrichten zu ihren Produkten, aber auch zu alltäglichen und persönlichen Themen.

Lohnt sich Twitter überhaupt für kleinere Firmen?

Eindeutig ja. Die Kunden bevorzugen immer eine Marke – und Twitter trägt eindeutig zur Markenbildung bei. Außerdem ist Twitter ein sehr einfaches und günstiges Marketinginstrument. Einfach anmelden, schauen, wie es die anderen machen und dann selbst schreiben. 140 Zeichen sind doch schnell getippt. Es muss nur ein Mitarbeiter oder der Chef selbst für die Nutzung verantwortlich sein.

Aber liest das denn überhaupt jemand?

Eine Firma sollte schon heraus posaunen, dass sie ein so innovatives Medium nutzt. Das heißt: Eine entsprechende Bemerkungen in den Geschäftsbriefen, auf der Homepage und in den Anzeigen platzieren. Was immer geht: Ein Gewinnspiel über den Twitter-Account veranstalten – das bringt viele Leser ein.

Mit welcher Art von Feed lassen sich denn möglichst viele Follower (Leser) anlocken?

Da ist es wie bei der klassischen Werbung: Die richtige Mischung aus Firmen- und Produktnews, Dialogen mit dem Kunden, Angeboten und Gewinnspielen macht’s. Hauptsache ist: Der Leser bekommt regelmäßige Feeds und der Inhalt bietet ihm einen Mehrwert. Und sei es ein Rabatt für Twitter-Nutzer oder ein kostenloser Download. Nur dann leitet er die Kurznachricht weiter und die Zielgruppe potenziert sich allmählich.

Die vollständige Studie „Twitter-Strategien deutscher Unternehmen“ kann im Internet angefordert werden.

„In drei Schritten zu Twitter“ – Torsten Schwarz von der Unternehmensberatung Absolit erläutert, wie der Einstieg am schnellsten gelingt.

Ein ständig aktualisiertes Ranking zur den Top 100 der deutschen Firmen auf Twitter.

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