Gründung Regierung pusht Gründer

"Gründerland Deutschland" - unter diesem Motto will das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mehr Deutsche in den Chefsessel locken. Lesen Sie hier, mit welchen Maßnahmen die Regierung in den kommenden Monaten die Gründerquote anheben möchte.

Noch nicht einmal jeder vierte Deutsche will ein eigenes Unternehmen gründen. Damit steht die Bundesrepublik im internationalen Vergleich des „Global Entrepreneurship Monitors“ auf einem der hinteren Ränge.

Um die Lust auf Selbstständigkeit zu steigern, plant das BMWi nun eine ganze Reihe von Maßnahmen. Von ihnen profitieren nicht nur angehende Firmenchefs, sondern auch bereits gestartete Unternehmer.

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Auf der Agenda stehen für 2010 unter anderem folgende Punkte:

  • Das BMWi will den High-Tech-Gründerfonds II auflegen. Genau wie der Vorläufer, der insgesamt in rund 300 Start-ups investieren soll, konzentrieren sich die Finanzengagements auf innovative Gründungen.
  • Der neue Gründerwettbewerb IKT-innovativ zeichnet die besten Neugründungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien aus. Neben einem Preisgeld erhalten die Sieger Hilfe bei der Entwicklung ihres Geschäftsmodells, individuelles Coaching und Zugang zu potenziellen Investoren.
  • Gründer, die im ersten Versuch mit ihrer Firma gescheitert sind, sollen schneller und leichter eine zweite Chance erhalten. So will das BMWi die Frist zur Restschuldbefreiung auf drei Jahre halbieren.
  • In der Initiative „Unternehmergeist in die Schule“ werden elf überregionale Aktionen gebündelt. So soll bei den Schulen verstärkt für Projektarbeiten zum Thema Selbstständigkeit beziehungsweise Gründen und Führen geworben werden. Der „Deutsche Gründerpreis für Schüler“ wird weiter ausgebaut.
  • Um auch an den Hochschulen den Gründergeist zu wecken, wird der Wettbewerb „Exist-Gründungskultur – die Gründerhochschule“ ausgelobt. Hierfür sind die Hochschulen aufgerufen, ganzheitliche Strategien zu Gründungskultur und Unternehmergeist zu entwickeln – den Siegern winkt finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen.
  • Die Initiative „Business Angel Jahr 2010“ des Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. wird vom BMWi unterstützt. Zudem wird die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für Engagements von privaten Investoren auf den Prüfstand stellen.
  • Im Herbst 2010 ist ein Aktionstag „Unternehmensnachfolge“ geplant, der angehende Firmenchefs für dieses Thema sensibilisiert. Ein neuer Wettbewerb soll besonders erfolgreiche Nachfolgeregelungen auszeichnen. Zudem wird die Nachfolgebörse neu aufgestellt, um die Nutzung für Senior- und Juniorchefs zu erleichtern.
  • Im November 2010 will man die „Gründerwoche Deutschland“ durchführen, dem nationalen Pendant zur Global Entrepreneurship Week. Informationen rund um die Berufsgruppe Unternehmer sollen vor allem junge Menschen für die Selbstständigkeit begeistern.

Weitere Informationen und den jeweils neuesten Planungsstand zu den einzelnen Punkten finden Sie im Internet auf den Seiten des BMWI.

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