Gründung Silicon Valley Blog – „Let’s rock the Valley“ und Joggen mit Philipp

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6:30 Uhr wird es erstmal sportlich: impulse-Blogger Gunnar Benning (2.v.l.) mit Gründern und Philipp Rösler (m.)

6:30 Uhr wird es erstmal sportlich: impulse-Blogger Gunnar Benning (2.v.l.) mit Gründern und Philipp Rösler (m.)© Gunnar Berning

Mit dem Wirtschaftsminister im Silicon Valley: Entrepreneur Gunnar Berning bloggt eine Woche lang aus Kalifornien. Was die Delegation erlebt – und was deutsche Startups von den USA lernen können, lesen Sie hier.

 

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Am ersten Tag der Reise steht ein Besuch bei dem Suchmaschinen-Giganten Google sowie bei Salesforce auf dem Programm. Der Tag begann für eine kleine Gruppe Freiwilliger bereits um 06:30 Uhr mit einem morgendlichen Jogging mit Philipp Rösler durch die Strassenschluchten von San Francisco hin zum Hafen.

Der „Berglauf“ war eine entspannte  (OK, für manch einen mitlaufenden Wirtschaftspolitik-Journalisten auch unentspannte :)) Art des Kennenlernens in dem straff organisierten Programm. „Ich bin der Philipp.“ – „Hallo, ich bin der Gunnar“ ist das Level, auf dem wir sprechen. Es scheint, als wenn die entspannte Atmosphäre der Startups großen Gefallen findet beim Minister.

Trotz Jet-Lag besuchte am Vorabend der kurz zuvor gelandete Vizekanzler für mehrere Stunden die anderen, mitgereisten Gründer auf der Dachterrasse mit Blick über San Francisco und auf die Golden Gate Bridge. Bei Bier und Chips drehte sich alles um Startups im Valley und bei uns. Ziel der Reise, zu der Wirtschaftsminister über 100 deutsche Startup-Gründer, Journalisten und Politiker eingeladen hat, ist „Werbung zu machen für deutsche Startups bei US-Firmen und Investoren im Silicon Valley“, so Rösler zu den Gründern.

Besonders imponiert hat dem Minister, dass 45 Unternehmer der Reisegruppe, koordiniert durch den Bundesverband Deutscher Startups, aufgrund begrenzter Plätze im Regierungsflieger ihre Reise kurzerhand selbst organisiert haben. „Das hier ist anders als die Delegationsreisen sonst, das ist wirklich cool“ freute sich Rösler.

Entspannte Atmo: Rösler mit jungen Gründern Entspannte Atmo: Rösler mit jungen Gründern. © Gunnar Berning

Bei einem Bier beschrieb Rösler sein mittel- und langfristiges Ziel. Der Gedanke einer konsequenten Förderung der deutschen Startup-Szene müsse auf alle politischen Ebenen getragen werden. „Deutschland hat heute einen sehr starken Mittelstand und wenn wir jetzt noch lernen, die sehr innovative Startup-Szene zu fördern, dann wird das positive Effekte auf die gesamte deutsche Wirtschaft sowie eine noch stärkere Wettbewerbsfähigkeit zur Folge haben“, erläutert Rösler weiter. Die Branche der Startups müsse endlich ernst genommen werden.

Wichtige Ziele, sofern sie mehr sind als Wahlkampf. Auch wenn man den anstehenden Wahlkampf nicht komplett ausblenden kann hier im Silicon Valley, so nehme ich Philipp im ersten Augenblick sehr authentisch, mit viel Begeisterung für Technik und Innovation wahr. Strahlende Augen bekommt er, wenn er von seinem ersten C64-Computer erzählt. Wirkliches, ehrliches Interesse ist nicht die schlechteste Voraussetzung für nachhaltige Veränderung. Ich bin gespannt, ob unser erster Eindruck im Lauf der Woche bleibt.

Im nächsten Blogpost werde ich über den Besuch bei Google und Salesforce schreiben. Spannend zu beobachten wird sein, was die deutschen Gründer mitnehmen können von den Besuchen bei Google, Facebook, Airbnb und anderen. Bis später.

 

 

Gunnar Berning

Über den Autor: Gunnar Berning (39) ist Entrepreneur und Gründer des Berliner IT-Startups twago. Er bloggt eine Woche von der Delegationsreise von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ins Silicon Valley. Bevor twago 2010 startete, arbeitete Berning als Top-Management-Berater für Siemens. Sein Studium finanzierte er sich als Sportfotograf für Bongarts (heute Getty Images) und coverte Olympische Spiele und Fussball-Grossturniere, unter anderem für den Spiegel und den Stern.

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