Gründung Unabhängigkeit kostet

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fand heraus: Familienbetriebe finanzieren ihre langfristigen Investitionen und Innovationsprojekte häufiger mit kurzfristigen Krediten als Firmen, die nicht mehrheitlich im Familienbesitz sind.

Die ZEW-Analyse zeigt, dass ein Drittel der Familienfirmen ihre Investitionen vorwiegend über Dispokredite stemmen. Bei Nicht-Familienbetrieben gehen lediglich 19 Prozent diesen Finanzierungsweg.

Das Besondere daran: Für Darlehen mit kurzen Laufzeiten fallen höhere Zinsen an als für langfristige Kreditprodukte.

Anzeige

Doch diese zusätzliche finanzielle Belastung nehmen die Familienunternehmer gerne in Kauf, um ihre Abhängigkeit von externen Kapitalgebern zu reduzieren. Zudem sichern sie mit den kurzfristigen, flexibel einsetzbaren Krediten einen großen Wettbewerbsvorteil ab: Sie können schneller auf aktuelle Marktentwicklungen reagieren, als dies beispielsweise großen Gesellschaften mit ihren unübersichtlichen Strukturen möglich ist.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...