Gründung Web-Konkurrenten dürfen ausgesperrt werden

Unternehmen dürfen Wettbewerber von ihren eigenen Web-Seiten sperren, wenn sich diese anders verhalten als normale Nutzer.

So urteilte das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 4 U 37/08). Im konkreten Fall war eine Firmen-Homepages innerhalb von zwei Stunden mehr als 650 Mal von den Computern eines Konkurrenten aufgerufen worden. Daraufhin schlug das automatische Sicherheitssystem des Unternehmens Alarm und sperrte die auffällige IP-Adresse.

Zu Recht, so die Richter: So häufige Aufrufe seien nicht normal – auch wenn der Wettbewerber auf diesem Weg die Werbeaussage der Firma überprüfen wollte, mehr als 5.000 lieferbare Artikel im Angebot zu haben. Außerdem hätte dieses Verhalten zu Störungen des Web-Angebots führen können, so dass andere Käufer nicht mehr auf die Internet-Seiten gelangen.

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...