Gründung Working Capital optimieren

Rund 115 Mrd. Euro liegen bis 2013 in deutschen Unternehmen brach. Mit einem konsequenten Finanzmanagement ließen sich diese Reserven schnell heben und weiteres Wachstum finanzieren.

Vor allem mittlere Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihr im Betrieb gebundenes Kapital, das so genanntes Working Capital, zu reduzieren. Das stellt die Beratungsgesellschaft Roland Berger in ihrer aktuellen Studie „Cash for Growth“ fest. Die Untersuchung basiert auf Daten, die zwischen 2008 und 2011 bei mehr als 500 Firmen gesammelt wurden.

Die Folge der hohen Kapitalbindungsdauer: Zusätzliches Wachstum kann oftmals nur mit teurem Fremdkapital oder mit Hilfe eines externen Eigenkapitalgebers generiert werden. „Reduziert ein Unternehmen seine Kapitalbindungsdauer um acht Prozent, so kann es mit der freigesetzten Liquidität eine Umsatzsteigerung von zehn Prozent finanzieren“, sagt Roland Schwientek, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants.

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Die Experten stellten vor allem in diesen Bereichen Handlungsbedarf fest:
Die Vorräte in den Unternehmen müssen reduziert werden.
Offene Rechnungen müssen konsequenter und folglich auch schneller eingetrieben werden.
Die Zahlungskonditionen bei den Lieferanten sollten vollständig ausgenutzt werden – längere Zahlungsziele müssen gegenüber Skontovorteilen bei Sofortzahlungen abgewogen werden.
Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Lieferanten müssen genau beobachtet werden – teure Dispokredite sind wenn lukrativ gegen mittelfristige Darlehen einzutauschen.

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