Gründung Zahl der Pleiten steigt nur geringfügig

Rund 17.100 Unternehmer mussten in den ersten sechs Monaten des Jahres Insolvenz anmelden.

Für das gesamte Jahr 2010 erwartet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel bis zu 35.000 Firmenpleiten – ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit fällt die Insolvenzstatistik jedoch wesentlich moderater aus, als viele Wirtschaftsexperten es nach dem Krisenjahr 2009 zunächst befürchtet hatten.

Die meisten Pleitefälle musste das Bundesland Nordrhein-Westfalen (3305 Meldungen) hinnehmen, gefolgt von Bayern (2258), Baden-Württemberg (1863) und Niedersachsen (1781). Rund 41 Prozent der Insolvenzen betrafen Gewerbebetriebe. Jeder dritte Betrieb firmierte in der Rechtsform einer GmbH.

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Gründer aufgepasst: 18 Prozent der Betroffenen waren erst maximal zwei Jahr am Markt.

Als Hauptursache für das Scheitern machte Bürgel die aktuelle Geschäftslage aus: Die Aufträge blieben häufig aus oder wurden verschoben beziehungsweise storniert. Zudem wurden viele Betriebe von ihren zahlungsunfähigen Geschäftspartnern, die beispielsweise offene Rechnungen nicht begleichen oder nicht mehr pünktlich liefern konnten, in den Abwärtssog gerissen. Weitere Gründe waren die restriktive Kreditvergabe der Banken oder betriebswirtschaftliche Fehler wie etwa eine mangelhafte Kontrolle oder veraltete Technologien.

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