Gründung Zahlreiche Änderungen für Minijobber

Firmenchefs, die in ihrem Betrieb 400-Euro-Kräfte beschäftigen, sollten ab 2009 die neuen Abrechnungsbedingungen beachten.

Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall:

Erkrankt ein Mini-Jobber, muss der Arbeitgeber ihm bis zu 42 Tage lang seinen Lohn weiter auszahlen. Im Anschluss übernimmt die Krankenkasse die Zahlungen. Firmen, die maximal 30 Beschäftigte haben, erhalten eine Erstattung für ihre Aufwendungen. Dies wird durch die so genannte Umlage U1 finanziert, für die alle betroffenen Firmen einzahlen. Ab Januar 2009 erhöht sich der U1-Beitrag von bisher 0,1 Prozent des Brutto-Arbeitsentgelts auf 0,6 Prozent.

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Lohnfortzahlungen im Mutterschutz:

Mit der neu eingeführten Umlage U2 finanzieren die Betriebe die Erstattungen für schwangere Mitarbeiterinnen. Sie beträgt 0,07 Prozent des Brutto-Arbeitsentgelts.

Meldeverfahren erweitert:

Da künftig die Rentenversicherungsträger die Beitragszahlungen zur Unfallversicherung prüfen, müssen ab Januar 2009 zusätzliche Informationen bei den Entgeltmeldungen übermittelt werden. Zum Beispiel:

– die Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers,

– die Unfallversicherungsmitgliedsnummer des Arbeitgebers,

– das unfallversicherungspflichtige Arbeitsentgelt und

– die geleisteten Arbeitsstunden.

Zahlungen der Insolvenzgeldumlage:

Künftig wird dieser Beitrag von den Krankenkassen beziehungsweise der Minijob-Zentrale eingezogen und nicht mehr von den Unfallversicherungsgesellschaften. Die Beträge werden nun monatlich abgebucht – gleichzeitig mit den Sozialversicherungsbeiträgen. Doch Vorsicht: Weil nach der alten Regelung immer nachträglich eingezogen wurde, fallen im Januar 2009 doppelte Beiträge an: Für das gesamte Jahr 2008 und für Januar 2009. Die Umlage beträgt für 2009 voraussichtlich 0,1 Prozent des Brutto-Arbeitsentgelts.

Nachweise für Dauerbeiträge ändern:

Wegen der bisher genannten Änderungen und auf Grund der Einführung des Gesundheitsfonds verlieren die Dauer-Beitragsnachweise aus dem Jahr 2008 ihre Gültigkeit. Firmenchefs sollten deshalb der Minijob-Zentrale beziehungsweise der Einzugsstelle Knappschaft ab Januar 2009 einen neuen Dauer-Beitragsnachweis schicken.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Minijob-Zentrale.

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