Gründung „Zeigen Sie Profil!“

Sabine Lehner von Markenwerkstatt weiß aus mehr als zehnjähriger Beratungstätigkeit: Unternehmen ohne eigene Marken haben es schwer, Kunden und auch Mitarbeiter zu binden.

Im Interview erläutert sie, wie man eine Marke aufbaut, sie weiterentwickelt und typische Fehler umgeht.

Frau Lehner, was macht ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Marke?

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Eine Marke zu besitzen sein, bedeutet, dass sich die Firma mit ihren Angeboten sowie der Art und Weise, wie diese angeboten werden gegenüber dem Wettbewerb abgrenzt. Das Unternehmen oder das Produkt zeigt Profil – Ecken und Kanten. Es entstehen in den Köpfen der mit denen der Kunden Bilder und Geschichten, die sie mit dem Unternehmen in Verbindung bringen. Sie setzen damit Anker. verbindet. Viele denken bei diesem Begriff Marken nur an die weltweiten Labels wie Coca-Cola, Porsche oder Gucci. Doch auch junge Unternehmer können sollten sich als Marke verstehen und diese in ihrem lokalen oder regionalen Umfeld etablieren. auch mit einer lokalen oder regionalen Marke starten.

Wie baut man eine Marke auf?

Der erste Schritt ist gleichzeitig der Wichtigste. Man muss sein eigenes Ich definieren und klären: Wer bin ich? Was sind meine Stärken? Was ist das Besondere an dem, was ich tue und wie ich es umsetze? Die Antworten werden im nächsten Schritt in Bilder, Symbole oder Metaphern transformiert, die bei den Kunden Emotionen wecken. Das Ergebnis sind Logos und Werbeslogans, die das Unternehmen oder Produkt stimmig repräsentieren. Abgeleitet von dem definierten Markenkern ist es dann auch einfach, die richtige Stelle und den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um die jeweilige Zielgruppe auch zu erreichen.

Und damit ist für alle Zeit die Arbeit vom Tisch?

Aber nein. Der Kern der Marke sollte zwar langfristig erhalten bleiben, um den die Kunden nicht zu verwirren die nötige Sicherheit und Orientierung zu geben. Ich rate jedoch dazu, regelmäßig über neue Medien und Wege nachzudenken. Und vor allem für Dienstleistungsunternehmen, die stark von der Persönlichkeit des Geschäftsführers geprägt sind, gilt: Hin und wieder überprüfen, ob der Unternehmer und die Marke noch im Einklang stehen.

Was ist ein typischer Fehler, der Unternehmern bei der Bildung einer Marke unterläuft?

Alles viel zu schnell machen zu wollen: Häufig entwerfen Gründer so nebenbei ein Logo, lassen von einem Anderen die Website entwickeln und von Dritten ein Plakat gestalten – das alles hat mit Markenbildung nichts zu tun. Besser ist es, sich erst Gedanken über die eigene Identität zu machen und auf dieser Basis ein Label zu entwickeln. Wer so überlegt vorgeht, spart am Ende Zeit und Geld.

Wirkt eine Unternehmensmarke nur nach außen?

Ich beobachte, dass Nein, Marken haben auch innerhalb einer Firma eine positive Wirkung haben. So können sich die Mitarbeiter leichter mit einem Betrieb identifizieren, der deutlich macht, wofür er steht. Hinzu kommt: Wer einmal herausgefunden hat, wer er ist und was seine Stärken und Absichten sind, trifft Entscheidungen viel klarer. Die gesamte Strategieentwicklung orientiert sich dann an der entstandenen Marke. Das bringt Sicherheit und Vertrauen – für das Management, die Mitarbeiter und folglich auch für die Kunden.

Speziell für Gründer und junge Unternehmer veröffentlichte Sabine Lehner das Arbeitsbuch „Unternehmenserfolg mit einem scharfen Profil – Der praxisnahe und wirkungsvolle Weg zu einer klaren Markenidentität“. Es gibt informative Einblicke und konkrete Anleitungen, wie Jungunternehmen die Unternehmensidentität definieren und so ihre Marke mit Leben erfüllen können. Zur Bestellung unter www.markenwerkstatt.com. Der Preis: 30 Euro plus Mehrwertsteuer.

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