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Sponsored PostPartner-Beitrag Durch Digitalisierung Freiräume schaffen

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Martin Krämer (Bildmitte) im Gespräch auf der Veranstaltung Smarter Mittelstand in Filderstadt

Martin Krämer (Bildmitte) im Gespräch auf der Veranstaltung Smarter Mittelstand in Filderstadt© Steffen Burger für Convent Kongresse GmbH

„Meine Kunden wollen nichts verändern!“ Dieser Ausspruch kann mittelfristig sehr gefährlich werden. Warum Unternehmen sich in jedem Fall mit der Digitalisierung beschäftigen sollten, und was sie davon haben, erläutert Martin Krämer, Geschäftsleitungsmitglied der DATEV eG, im Interview.

Warum ist es für Unternehmen gefährlich, die Digitalisierung zu ignorieren?

Krämer: Die Digitalisierung führt seit einigen Jahren zur Veränderung von Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen und hat dabei bereits ganze Branchen grundlegend verwandelt. Portale schieben sich zunehmend zwischen Anbieter und Kunden, wodurch Dienstleister zum reinen Produzenten ohne direkten Kundenkontakt degradiert werden. Wie dramatisch solche Plattformen das Marktgeschehen verändern können, zeigt etwa das Beispiel der Hotel- und Taxibranche. Diese Entwicklungen nehmen immer mehr Fahrt auf. Was dabei besonders gefährlich ist: Nicht immer sind die Anzeichen für das drohende Ende offen ersichtlich.

Geschäftsmodelle sind also nicht mehr so sicher, wie noch vor Jahren?

Krämer: Ganz genau. Selbst wenn das eigene Geschäft gerade sehr gut läuft, kann es sein, dass in kurzer Zeit Wettbewerber mit neuen Optionen auf den Markt treten, die ein eingesessenes Geschäftsmodell zunichtemachen. Unternehmer, die betonen, dass ihre Kunden zufrieden sind und keine Veränderungen wünschen, möchte ich auf eines hinweisen: Bereits 2020 wird die Hälfte der im Markt agierenden Personen den sogenannten Digital Natives angehören. Sie sind mit dem Internet aufgewachsen und haben andere Ansichten und Bedürfnisse als die Kunden „alten Schlags“.

Was können Unternehmer tun, um zukunftsfähig zu bleiben?

Krämer: Zu digitalisieren ist zwar kein Allheilmittel, aber auf jeden Fall ein wichtiges Element. Die Wirtschaft lebt immer mehr vom Datenaustausch, der möglichst schnell und ohne Reibungsverluste vonstattengehen muss. Prozessketten rücken zusammen, müssen integriert werden. Wer seine Abläufe konsequent digital gestaltet, betreibt sein Geschäft außerdem effizienter. Gerade die kaufmännischen Prozesse sind prädestiniert, als erste digital transformiert zu werden – im Zusammenspiel mit Kunden und Lieferanten, aber auch in der Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und dem Datenaustausch mit Behörden.

Warum gerade die kaufmännischen Prozesse?

Krämer: Kaufmännische Abläufe sind in erster Linie administrative Aufgaben. Sie sind notwendig für jede Art von Geschäft, aber die wenigsten Unternehmer haben Lust darauf. Meist werden sie als langweilig empfunden. Insofern ist es nur logisch, dass sie mit möglichst wenig Aufwand erledigt werden sollten. Die aktuelle Technik bietet dafür hervorragende Anknüpfungspunkte: Über Automatisierung und kollaborative Bearbeitung in gemeinsam genutzten, sicheren Cloud-Plattformen können Daten, die einmal erfasst sind, ganze Prozessketten automatisch durchlaufen – vom Angebot über die Rechnung und den Zahlungsverkehr bis ins Controlling und die Buchführung.

Wie lässt sich das konkret umsetzen?

Krämer: Zunächst ist es sinnvoll Rechnungen zu digitalisieren, um sie elektronisch weiterverarbeiten zu können – das geht heute schon durch Fotografieren mit dem Smartphone. Die enthaltenen Zahlungsinformationen können dann automatisch in andere Programme eingespielt und weiterbearbeitet werden. Ein Abgleich der Ausgangsrechnungen mit den ebenfalls elektronisch eingeholten Kontoumsätzen des Unternehmens ist auch möglich. So hat der Unternehmer jederzeit den Überblick über seine finanzielle Situation.

Was raten Sie den Unternehmen für den Umgang mit der Digitalisierung?

Krämer: Sie sollten einfach einmal anfangen, sich einen Prozess herausgreifen, mit dessen Umsetzung starten und dabei die Mitarbeiter einbeziehen.

 

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