IT+Technik Nintendo bleibt der Spiele-Konsole treu

Neue Spiele und ein geheimnisvolles "Gesundheits-Produkt" am Horizont: Nintendo will sich ohne einen Strategiewechsel aus der Krise kämpfen. Also keine Spiele für Smartphones? Einem Abschied vom Konsolen-Geschäft erteilt der japanische Konzern jedenfalls eine klare Absage.

Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo will trotz schwacher Verkäufe seiner neuen Konsole Wii U an dem bisherigen Geschäftsmodell festhalten. „Wir glauben, dass Videospiele-Plattformen, die Geräte und Software vereinen, unser Kerngeschäft bleiben werden“, erklärte Konzernchef Satoru Iwata vor Investoren am Donnerstag. Nintendo werde sich nicht verändern.

Iwata setzt weiterhin darauf, dass populäre neue Spiele das Interesse an der Wii U anfachen werden. Als nächster potenzieller Hit soll im Mai das Rennspiel „Mario Kart 8“ erscheinen. Zudem will Iwata Games von der mobilen Konsole Nintendo 3DS auch auf die Wii U bringen. Im laufenden Jahr will er zudem erste Details zu einem noch nicht näher beschriebenen „Gesundheits-Produkt“ bekanntgeben. Auf den Markt kommen solle es jedoch voraussichtlich erst 2015.

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Nintendo rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust, weil sich die Ende 2012 gestartete Wii U deutlich schlechter verkauft als gedacht. Jüngst kappte der Konzern die Absatzprognose für das bis Ende März laufende Jahr von 9 auf 2,8 Millionen Geräte. Branchenanalysten drängen Nintendo deshalb dazu, Spiele mit seinen populären Figuren wie Mario oder Zelda auch für Smartphones anzubieten.

Keine Nintendo-Spiele für Smartphones

Iwata erteilte solchen Ideen eine klare Absage. Nintendo arbeite wie bisher an neuen Geräten – „und wir haben keine Pläne, unsere eigenen Hardware-Systeme aufzugeben und unsere Achse hin zu anderen Plattformen zu verschieben“. So seien die 42,7 Millionen verkauften Geräte des Nintendo 3DS eine solide Basis, auf der man aufbauen könne. Zugleich erkenne Nintendo an, dass sich die Gewohnheiten der Menschen mit dem Vormarsch des Internet und mobiler Geräte dramatisch verändert hätten.

Der Konzern rechnet für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von 25 Milliarden Yen (177 Mio Euro). Iwata verzichtet bis Ende Juni auf die Hälfte seines Gehalts.

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