IT+Technik Paper vs. Paper: Namensstreit um neue Facebook-App

Streit um Produktnamen: Die App Paper by FiftyThree (l.) und die neue Facebook-App

Streit um Produktnamen: Die App Paper by FiftyThree (l.) und die neue Facebook-App

Facebooks neue iPhone-Anwendung "Paper" schoss schnell in die Spitzengruppe in Apples App Store in den USA. Aber ihr Name ärgert einen kleineren Software-Entwickler, dessen Programm schon seit über einem Jahr so heißt.

Eine neue iPhone-App von Facebook sorgt für Streit. Facebook veröffentlichte das Programm mit dem Namen „Paper“ (Papier bzw. auch Zeitung) am Montag in den USA. Allerdings gibt es bereits seit 2012 eine App, die ebenfalls „Paper“ heißt. Mit ihr können Nutzer Skizzen oder Notizen auf dem iPad-Tablet erstellen. Der Chef der App-Hersteller FiftyThree, Georg Petschnigg, rief Facebook auf, den Namen der App des Online-Netzwerks zu ändern.

Facebooks „Paper“-App ersetzt die üblichen Bildschirm-Knöpfe zur Navigation weitgehend durch Wisch-Gesten. Mit ihr kann man auch Nachrichten oder Bilder verschicken. Die App ist bisher in Europa nicht verfügbar. In den USA rückte sie wenige Stunden nach dem Start auf den zweiten Platz in den Download-Charts von Apples App Store vor. Eine zentrale Idee ist, dass man damit neben Informationen aus der Facebook-Welt auch Nachrichten zu verschiedenen Themen durchblättern kann. Das funktioniert ähnlich wie etwa bei der App „Flipboard“.

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App-Entwickler: Von Apple zu Facebook

Die große Mehrheit der über 1,2 Milliarden Nutzer greift auf Facebook inzwischen über Smartphones und Tablets zu. Gut jeder zweite Werbe-Dollar von Facebook kommt bereits von dort und Facebook will den Anteil weiter ausbauen. In der „Paper“-App gibt es bisher allerdings keine Anzeigen.

Die Entwickler der anderen App sicherten sich schon 2012 den Markennamen „Paper by FiftyThree“. Entwickelt wurde das Facebook-Programm federführend von dem Software-Designer Mike Matas, der schon als 19-Jähriger von Apple engagiert worden war. Später machte er sich selbstständig. Seine Firma wurde von Facebook gekauft.

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