Thema: "Neues schaffen: Ideen entwickeln mit System"
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Anzeige Fördercase-Serie Teil 1: Auf dem Weg zum autonomen Fahren

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CMORE Automotive GmbH in Lindau. Geschaeftsfuehrer Richard Woller und Gregor Matenaer (Brille).

CMORE Automotive GmbH in Lindau. Geschaeftsfuehrer Richard Woller und Gregor Matenaer (Brille).© KfW Bankengruppe/Berthold Steinhilber

Zeitung lesen beim Autofahren? Klingt wie Utopie. Zwei Entwickler aus Lindau arbeiten daran. Und wagen die Prognose: Schon ab 2020 brauchen wir auf deutschen Autobahnen keine Hände mehr am Steuer.

Das autonome Fahren kommt. Da sind sich Gregor Matenaer und Richard Woller sicher. Und zwar bald. Zeitung lesen hinterm Steuer oder entspannt in den Urlaub fahren: Für die Geschäftsführer der Firma CMORE ist dies längst keine Utopie mehr. Die Entwicklungen bei den Autobauern gehen genau in diese Richtung – und CMORE ist mittendrin. Gemeinsam mit 150 Mitarbeitern arbeiten Matenaer und Woller täglich daran, den Straßenverkehr zu revolutionieren.

„Spätestens von 2020 an wird man zumindest auf der Autobahn die Kontrolle über das Auto abgeben können, prophezeit Matenaer. Dann werde die neue Fahrzeuggeneration reif genug für den Markt sein, schätzt er. Zwischen Auffahrt und Abfahrt brauche es dann keine Hände mehr am Steuer, nur im komplexeren Stadtverkehr oder auf den Landstraßen werde dies noch länger nötig sein.

„Wir sind Spezialisten in der Entwicklung neuer Systeme im Bereich Fahrzeugelektronik sowie in der Absicherung von sensorbasierten Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Vereinfacht ausgedrückt: CMORE entwickelt, testet und validiert Softwaresysteme, dank derer die Autos irgendwann ohne aktiven Fahrer den Weg durch den Verkehr finden sollen.

„Algorithmen zum Denken bringen“

Dafür gibt es Algorithmen, denen anhand von Unmengen gesammelter Daten beigebracht wird, wie der Straßenverkehr funktioniert und welche Lösungen es für welche Problemstellungen gibt. „Wir trainieren die Algorithmen und bringen sie zum Denken“, sagt Matenaer. Zum Beispiel mit Autos voller Sensoren und Kameras, die durch die Straßen fahren, Daten sammeln und damit die Systeme Byte für Byte sicherer machen. Ein solches Auto steht auch in der CMORE-Werkstatt im Untergeschoss der Firmenzentrale in Lindau am Bodensee. „Das ist unser Prototyp“, sagt Matenaer.

Während andere Wagen von Kunden unter Verschluss bleiben müssen, ist der schwarze Kleinwagen das Vorzeigeobjekt der Firma – mit einem spannenden Aufbau. Ein viereckiges Metallgestell auf dem Dach trägt zahlreiche Kameras und Sensoren, auch hinter den Fensterscheiben verbergen sich welche. Im Kofferraum ist ein großer Computer untergebracht, der alles aufzeichnet. Und im Inneren des Autos zeigt ein Computerbildschirm, welche Daten das High-Tech-Fahrzeug gerade gespeichert hat. „Das ist ein komplexes System, mit dem wir auch auf der Straße unterwegs sind“ – wir werden großes Aufsehen unter den Passanten erzeugen.

CMORE Automotive GmbH in Lindau. Fahrt mit dem Testfahrzeug, Aufbau der Messgeraete auf dem Dach. Test, um neu entwickelte Programme und Sicherheitssysteme für das autonome Fahren zu testen.© KfW Bankengruppe/Berthold Steinhilber

Rasantes Unternehmenswachstum

Kennengelernt haben sich die Elektrotechniker Matenaer und Woller vor 14 Jahren beim damaligen gemeinsamen Arbeitgeber Continental-Automotive. 2011 wagten sie dann den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten CMORE – zunächst als Zwei-Mann-Unternehmen. Aber schon ein Jahr später arbeiteten 20 Mitarbeiter für die Gründer. Inzwischen stehen weit mehr als 100 Frauen und Männer auf deren Gehaltsliste. Zum Jahresende könnten es 200 sein, schätzen die Manager. „Wir sind stetig und gesund gewachsen“, sagt Woller.

Wobei die Entwicklung speziell im vergangenen Jahr an Dynamik gewann, was sich auch an der Umsatzentwicklung ablesen lässt: Waren es 2013 noch 2,4 Millionen Euro, flossen 2015 bereits 4,5 Millionen Euro in die Firmenkasse. Für das Geschäftsjahr 2016 steht jetzt sogar ein Umsatz von 9,5 Millionen Euro in den Büchern der GmbH.

Zu verdanken hat dies CMORE nicht zuletzt einem Großprojekt mit einem süddeutschen Fahrzeughersteller, das über drei Jahre läuft und im vergangenen Jahr startete. Damit dies anlaufen konnte, waren Matenaer und Woller auf die Unterstützung ihrer Hausbank angewiesen: „Wir brauchten das gesamte Anfangsequipment, ein neues Team, die Fahrzeuge“, macht er die Dimensionen deutlich.
Bei Axel Schnell, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, trafen sie dabei auf einen aufgeschlossenen Finanzpartner. „Bei innovativen und zugleich stark expandierenden Unternehmen lege ich Wert darauf, meinem Kunden möglichst frühzeitig ausreichend finanziellen Handlungsspielraum zu eröffnen“, sagt Schnell.

Dies gelang mit Unterstützung einer KfW-Finanzierung. Der ERP Digitalisierungs- und Innovationskredit, der durch eine EU Kreditgarantie eine Übernahme von 50 Prozent der Kreditrisiken durch die KfW enthält, erleichtert es den Banken und Sparkassen, Darlehen für innovative Vorhaben anzubieten.

Mehr Informationen zum Förderkredit der KfW unter www.kfw.de/innovation


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