Leben Angebliche JFK-Geliebte packt aus

Jahrzehntelang hütete eine ehemalige Praktikantin des Weißen Hauses ihr Jugendgeheimnis wie einen Schatz - jetzt als Großmutter bricht sie ihr Schweigen. Sie sei die Geliebte von Präsident John F. Kennedy gewesen, schreibt Mimi Alford in ihren Memoiren.

Lüge oder Beichte – auf jeden Fall schlägt sie ein wie eine Bombe: Die Enthüllung einer angeblichen Ex-Geliebten von US-Präsident John F. Kennedy verblüfft die Nation. Jahrzehntelang hat sie geschwiegen – nun outet sich Mimi Alford in ihren Memoiren.

Kennedy habe im Bett seiner Frau Jackie das erste Mal mit ihr geschlafen, berichtet Alford. Die damals 19-Jährige Mimi habe daraufhin eineinhalb Jahre lang ein Verhältnis mit Kennedy gehabt. Schon vor dem Erscheinen ihres Buchs am 8. Februar wirbelte die heute 69-jährige Großmutter in US-Medien viel Staub mit ihrer Story auf.

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Demnach startete die heiße Affäre vier Tage nach Alfords Dienstbeginn im Weißen Haus. Ein enger Vertrauter des Präsidenten habe Mimi zum Schwimmen in Kennedys Pool eingeladen, berichtete sie in Auszügen eines Interviews, das der TV-Sender NBC am Mittwoch sendet. Der Präsident höchstpersönlich sei auf die junge Praktikantin zugeschwommen und habe sie angesprochen. „Ich habe mir nichts dabei gedacht“, sagte Alford. „Alle waren freundlich. Also ging ich danach wieder an meine Arbeit.“

Tags darauf habe der damals 45-jährige Präsident sie zu einer persönlichen Tour durchs Weiße Haus eingeladen. Er sei schnurstracks mit ihr auf das Schlafzimmer seiner Frau zugesteuert. „Ich spürte, wie er immer näher kam“, schreibt Alford in ihren Memoiren („Once Upon a Secret: My Affair With President John F. Kennedy and Its Aftermath“). „Ich konnte seinen Atem in meinem Nacken spüren. Er legte seine Hand auf meine Schulter.“ Dann habe er mit ihr geschlafen – im Bett von Jackie Kennedy. Daraus habe sich eine lange Affäre entwickelt. Zum letzten Mal begegneten sich die beiden laut Alford wenige Tage vor Kennedys Ermordung im November 1963.

„Ich hatte ein paar Zweifel – aber nicht genug“, erklärte die vornehm wirkende blonde Frau mit der feinen Hornbrille im TV-Interview. Kennedy habe diese starke Aura gehabt. Sie habe sich durch seine Annäherung als etwas Besonderes gefühlt. Sichtlich peinlich berührt gesteht sie der Moderatorin: „Ich hätte mich schuldig fühlen sollen. Er war mit Mrs Kennedy verheiratet, aber ich hatte keine Schuldgefühle.“

Kennedy habe sie vielleicht nicht geliebt, aber doch spürbar gemocht, meint Alford. Sie habe ihrem späteren Mann versprochen, niemals über diese Affäre zu reden.

Zu reden sei ihr nicht leicht gefallen

Doch dann veröffentlichte der US-Historiker Robert Dallek 2003 seine Biografie „An Unfinished Life“. In 38 Worten erwähnt Dallek darin Kennedys Affäre mit einer Praktikantin. Damit setzte Dallek einen Presserummel in Gang. Die „New York Daily News“ wurde fündig. „Ich bin JFKs Mimi“, lautete die Schlagzeile, in der Alford sich damals bekannte. Sie verfasste eine schriftliche Erklärung, in der sie sich zu der Affäre bekannte. Doch über Details schwieg sie bis jetzt.

„Ich denke, wenn du ein Geheimnis bewahrst, tust du es, weil du denkst, dass du dann sicher bist“, sagte die inzwischen pensionierte Mitarbeiterin einer Kirchengemeinde dem TV-Sender NBC. „Doch tatsächlich ist es tödlich.“ Zu reden sei ihr nicht leicht gefallen, gesteht die 69-Jährige. Wer sie so leicht errötend und stockend redend auf dem Bildschirm sieht, nimmt es ihr ab.

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