Leben Audi A6 Avant – Lastesel mit Vollblutgenen

Die Ingolstädter stellen ihren neuen Edelkombi vor. Der bietet reichlich Platz, diverse Luxusextras, sparsame Motoren, eine mit dem Fuß zu bedienende Heckklappe und - im Vergleich zum Vorgänger - einen deutlichen Preisaufschlag.

Das Wort Lastesel mag Audi-Chef Rupert Stadler gar nicht. Er spricht anlässlich der Vortsellung des neuen A6 Avant lieber vom „edlen Vollblüter“. Der trumpft mächtig auf: Zwar misst der Kombi nach wie vor 4,93 Meter in der Länge, ist aber fünf Zentimeter breiter als der Vorgänger und hat einen größeren Radstand.

Wenn man die Heckklappe öffnet, fährt die Gepäckraumabdeckung elektrisch zurück. Sie surrt automatisch wieder an ihren Platz, sobald die Ladeluke geschlossen wird. Auch die Heckklappe selbst öffnet elektrisch. Genau wie beim Passat Variant funktioniert das gegen Aufpreis sogar, wenn man mit dem Fuß eine bestimmte Bewegung unter dem Stoßfänger vollführt. Der Kofferraum bietet Platz für 565 Liter Gepäck.

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Verbrauch sinkt um fast ein Fünftel

Die Karosserie des Kombis besteht zu 20 Prozent aus Aluminium, so dass zum Beispiel der A6 Avant 2.0 TDI das für ein Auto dieser Größe relativ geringe Leergewicht von 1640 Kilogramm auf die Waage bringt.

Zum Marktstart stehen für den Ingolstädter Edelkombi sechs Motorisierungen zur Verfügung. Der Verbrauch soll im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 18 Prozent gesunken sein. An der Spitze der Palette steht der neue 3.0 TDI mit bis zu 230 kW/313 PS. Er beschleunigt den Wagen aus dem Stand in 5,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der kleine 2.0 TDI verbraucht laut Werksangabe im Durchschnitt fünf Liter pro 100 Kilometer und befindet sich damit auf Augenhöhe mit den Konkurrenten in seiner Klasse.

Ungewöhnlich groß ist die Vielfalt der Getriebeoptionen. Je nach Motorisierung ist der Wagen mit einer Sechsganghandschaltung, einer sportlich abgestimmten Siebengang-S-tronic-Automatik, einem stufenlosen Multitronic-Getriebe oder einer Achtstufen-Tiptronic-Automatik ausgerüstet.

Den Avant gibt es mit Frontantrieb oder Allradsystem. Gegen Aufpreis verteilt ein Sportdifferenzial die Antriebskraft flexibel zwischen den beiden Hinterrädern. Optional erhältlich sind eine Luftfederung und Audis Dynamiklenkung. Das Sportpaket S-Line legt für eilige Vertreter die Karosserie im Vergleich zum Serienfahrwerk um 30 Millimeter tiefer und enthält größere Räder. Es wird später auch das PS-starke Sportmodell S6 mit aufgeladenem V8-Motor geben, sogar ein Nachschlag namens RS6 ist denkbar.

Analog zur A6 Limousine ist auch der Kombi mit allerlei Hightech ausgerüstet, wenn man tief genug ins Portemonnaie greift. Dazu zählen ein adaptives Lichtsystem mit LED-Scheinwerfern, ein Head-Up-Display, eine Tempolimit-Anzeige per Kamera, der Nachtsichtassistent, Massagesitze oder ein ins Auto integrierter WLAN-Hotspot, über den die Passagiere mit ihren Smartphones oder Notebooks im Internet surfen können.

Der Spurhalteassistent Lane Assist drückt den Wagen durch einen sanften Lenkeingriff wieder in die eigene Spur zurück, wenn man sie ohne zu blinken verlässt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es eine neue Einparkhilfe geben, die mit vier verschiedenen Kameras die Umgebung des Wagens aufnimmt und sie auf dem Bordmonitor zu verschiedenen Ansichten zusammensetzt. Ein ähnliches System gibt es bereits bei Nissans Edelmarke Infiniti.

Zur Serienausstattung des Audi zählen unter anderem Klimaautomatik, Licht- und Regensensor sowie ein Tempomat. Beim Händler steht der A6 Avant im Spätsommer. Der Grundpreis beträgt 40.850 Euro und liegt damit deutlich über dem Niveau des bisherigen Avant (ab 37.750 Euro). Allerdings gilt künftig nicht mehr ein kleiner Benziner als Basismodell, sondern – wie bei der neuen A6 Limousine – der 2.0 TDI mit 177 PS.

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