Leben Brasilien baut für den Sport

Der brasiliansische Guarulhos International Airport ist der passagierstärkste Flughafen in Lateinamerika.

Der brasiliansische Guarulhos International Airport ist der passagierstärkste Flughafen in Lateinamerika. © Guarulhos International Airport

Am Wochenende beginnt in Brasilien der Confederations Cup, nächstes Jahr richtet das Land die Fußball Weltmeisterschaft aus und 2016 die Olympischen Spiele. Für die vielen Großereignisse erneuert Brasilien seine Infrastruktur. Doch nicht alle Bauprojekte kommen in der Bevölkerung gut an.

Brasilien macht sich für die kommenden Jahre hübsch. Neben dem an diesem Samstag beginnenden Confederations Cup (15. bis 30. Juni) und der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr ist Brasilien auch Austragungsort der Olympischen Spiele 2016. „Die Großveranstaltungen werden den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen und damit die Basis für nachhaltiges Wachstum legen“, erklärte Paulo Stark, Chef von Siemens Brasilien, am Mittwoch. Der Elektrokonzern hat zu den bevorstehenden Sport-Ereignissen in Brasilien Aufträge im Wert von mehr als einer Milliarde Euro eingesammelt. Zu den Aufträgen gehört den Angaben zufolge beispielsweise die Sicherheits- und Gebäudetechnik für das Nationalstadion Mané Garrincha in der Hauptstadt Brasilia und die Stromversorgung des größten brasilianischen Flughafens Guarulhos International Airport.

Auch andere deutsche Unternehmen haben im Zuge der Vorbereitungen Aufträge in Brasilien ergattert: Das Unternehmen GoalControl aus Würselen bei Aachen stattet die Stadien mit Kameras aus, die dreidimensionale Bilder von der Torlinie liefern und so den Schiedsrichtern bei der Entscheidung helfen sollen. Für die Stadien in Rio de Janeiro, Curitiba und Recife liefern außerdem zwei deutsche Möbelfirmen Stühle.

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Ein riesiges Stadion im Urwald
Im Bundestaat Manaus, mitten im Amazonasgebiet, entsteht bis zum nächsten Jahr auch die Arena Amazonia, einer von zwölf Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Berliner Architekturbüro GMP hat ein Stadion der Superlative geplant: Hochmodern, mit Platz für bis zu 43.500 Zuschauer – und mit vielen Gegnern. Sie fürchten, dass die Arena nach der WM kaum genutzt wird und hohe Kosten verursacht. Denn zu den Spielen der regionalen Mannschaften kommen, berichtet die „Welt“, durchschnittlich 447 Fans ins Stadion. „Dank ihrer privilegierten Lage im Herzen des größten zusammenhängenden Waldgebiets der Welt wird sie aber sicherlich eine große Anzahl von Fans anziehen“, schreibt hingegen die Fifa über das geplante Stadion.

1 Kommentar
  • Lothar Bludau 14. Juni 2013 07:10

    Menschen zerstören Menschen, Tiere und die Natur. Das wird immer so bleiben, so lange es sie gibt.

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