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Barovier & Toso (1295) Branche: Glasmanufaktur Mitarbeiter: 90 Hauptsitz: Venedig (Insel Murano), Italien Jacopo Barovier, Geschäftsführer, 21. Generation

Was war die härteste Prüfung in 716 Jahren?
Im 17. Jahrhundert kam die Konkurrenz durch Brüsseler Glaskünstler, später böhmisches Glas.
Die Kriege. Es war immer auch ein Kampf.
Wie hat das Familienunternehmen überlebt?
Durch Innovationen. Vieles, was heute Standard ist, haben wir erfunden: Mein Urahne Angelo entwickelte im 15. Jahrhundert das Kristallglas.
Und die Chinesen färben heute mit unserer Technik.
Dazu werden transparentem Glas besondere Pulver beigemischt.
Wer übernimmt die Nachfolge?
Mein Sohn und mein Neffe sind leider nicht interessiert.
Aber natürlich ist es unsere Pflicht, die Zukunft von Barovier & Toso zu sichern und das Vermächtnis zu bewahren. Mit Institutionellen Investoren wollen wir uns unabhängiger von persönlichen und familiären Belangen machen.
Was ist Ihre größte Herausforderung?
Unser Produkt ist absolut nicht notwendig. Wir verkaufen Emotionen, Kultur, Schönheit. Die Krise 2008 hat uns hart getroffen, wir kämpfen immer noch jeden Tag. Wer Geld mit seinem Aktiendepot verliert, ist nicht in der Stimmung, 50 000 Euro für einen Kronleuchter auszugeben.
Werden Sie diese Krise überstehen?
Die Vergangenheit gibt mir Kraft. Wir sind sehr flexibel, haben keine Schulden bei der Bank. Wenn ich zurückschaue – die zwei Kriege, die Krisen -, ist diese Phase jetzt nur eine Delle, ein Abschwung.

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