Leben Let’s Have A Party mit Wanda

Some people like to rock, some people like to roll. Movin' and groovin' 's gonna satisfy my soul. Let's have a party uuuuuuh". Es gibt Songs - die hört man einmal im Leben und vergisst sie nie wieder. Einer davon ist "Let's Have A Party" von Wanda Jackson: Ein elektrisierender Rock'n'Roll-Heuler, der auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen genauso reinknallt, wie damals.

Am Freitag, gastiert die Sängerin dieses Klassikers, die legendäre Miss Jackson, in Berliner Bassy Cowboy Club am Prenzlauer Berg. Dann kommt sie nach Dresden und München. Also – Hingehen!

Und keine Angst, hier geht es nicht nur um Nostalgie: Neben ihren Klassikern hat die stimmgewaltige Amerikanerin eine neue CD im Gepäck: Ihr gerade erschienenes Album „The Party Ain’t Over“ produzierte Jack White von den White Stripes. Es enthält Standards wie „Shakin‘ All Over“ oder „Nervous Breakdown“ und wurde von der internationalen Poppresse enthusiastisch gefeiert.

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Der Bassy Club gilt übrigens als ein Laden, der in Berlin konkurrenzlos ist. In der zeitlos nostalgisch gestylten Location wird ausschließlich Musik gespielt die vor 1969 entstanden ist. DJs dürfen nur Vinyl auflegen – der älteste in dieser Turntable-Rocker wurde wurde gerade 74.

Trotzdem sind die meisten Gäste zwischen 25 und 50 Jahre alt. Für Besucher dieses außergewöhnlichen Clubs gibt es zwar keinen Dresscode aber Kleider-Empfehlungen: Bei den Herren sind neben Anzügen und Hüten unter anderem auch Cowboy-Outfits möglich, bei den Damen werden Bunny-Kostüme gerne gesehen. Feste Regeln gibt es aber keine: „Alles an Glam und Glitter, was ihr im Kleiderschrank habt“, lautet das Motto.

Schon die ersten Töne von Jacksons „Let’s Have A Party“ lassen einem eiskalte Schauer den Rücken hinunter schießen. Die eigenwillige Künstlerin geht mit ihrer Stimme eindeutig über Grenzen die sich viele Frauen in der Rockmusik auferlegen. Als die Platte 1960 auf den Markt kam, wurde der Song fast überall in der Welt ein Hit – nur nicht in Amerika.

Für ihre Heimat USA war die gut aussehende Wanda mit ihrer Reibeisenstimme einfach zu heiß. Elvis Presley, mit dem sie 1956 auf Tour war und mit dem sie eine Liason hatte, riet der High-School-Absolventin von Country auf Rock-a-Billy umzusteigen. Titel wie „Stupid Cupid“ oder „Mean, Mean Man“ brachten ihr internationale Charterfolge.

Mit „Fujiyama Mama“ hatte die in Oklahoma geborene aber in Kalifornien lebende Sängerin sogar in Japan einen Nummer-Eins-Hit – und das obwohl sie darin auf ziemlich fiese Art und Weise auf die Atombombenabwürfe der Amerikaner anspielt: „I’ve been to Nagasaki, Hiroshima too; The things I did to them baby, I can do to you“ singt sie. Das wäre eigentlich nicht nötig gewesen.

Obwohl „Let’s Have A Party“ ein Evergreen ist, wird der Song selten gecovert. Der Grund liegt auf der Hand – gegen die mittlerweile 73-jährige Wanda Jacksons sehen alle Konkurrenten alt aus.

Infos:
www.bassy-club.de
www.songkick.com/artists/128628-wanda-jackson

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