Leben Mit Ufo-Erich durchs Weltall

Sichtungen von unbekannten Flugobjekten - reine Spinnerei? Mal entpuppen sich die vermeintlichen Außerirdischen als Wetterballon, mal als Lichtspiegelung. Anhänger des Alien-Kults lassen sich die Laune trotzdem nicht vermiesen - sie feiern den Welt-Ufo-Tag.

Elvis lebt, Jim Morrisson sowieso und Daniel Düsentrieb auch. Ganz zu schweigen von Adolf Hitler, John F. Kennedy, Syd Barett und dem Ungeheuer von Loch Ness. Wie – das wüssten Sie? Natürlich hausen die meisten von ihnen nicht mehr auf unserem Planeten: Sie wurden von Ufos entführt. Und kommen natürlich nur ganz selten zur Stippvisite auf die Erde zurück. Deshalb ist am Freitag dem 24. Juni Welt-Ufo-Tag. Die Feierlichkeiten werden einige Tage andauern.

Der Glaube an fliegende Untertassen ist weiter verbreitet als gedacht! Motörhead-Mastermind Lemmy Kilmister – der Jack-Daniels-Jünger, der wie die Schwester des Ungeheuers von Loch Ness aussieht – sammelt sogar Ufo-Teile. Und Nina Hagen ist höchst persönlich in einem Ufo geflogen. Unbedingt erwähnt werden muss natürlich Ufo-Erich. Richtig: Erich von Däniken. Der ehemalige Kellner hat mit seinen „Recherchen“ mittlerweile 62 Millionen Bücher verkauft. Bei ihm sollen sich 200 Außerirdische gemeldet haben.

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Jetzt wollen Sie natürlich wissen, warum ausgerechnet der 24. Juni zum Welt-Ufo-Tag erklärt wurde. Ts, ts, ts – das klingt nach schwerer Bildungslücke: Als Beginn der modernen Ufologie gilt eine Sichtung – ja so heißt das im Space-Kauderwelsch – des amerikanischen Hobbypiloten Kenneth Arnold. Er gab an, bei einem Flug am 24. Juni 1947 über dem Mount Rainier mehrere flache, sichelförmige Flugobjekte gesehen zu haben.

Einmal zum Mars und zurück

Von diesem legendären Datum an war plötzlich weltweit die Hölle los: Rund um den Globus wurden haufenweise unbekannte Flugkörper gesichtet. Viele Staaten machten Behörden auf, die Beobachtungen sammeln und auswerten mussten.

Spätestens heute – am Tag des Ufos – sollten sie die Chance zur inneren Einkehr nutzen und einige Stunden Ausschau nach Flugobjekten halten. Selbstverständlich dürfen Sie Hilfsmittel benutzen – zum Beispiel jede Art von Feldstechern, Sternenteleskope oder auch rußgeschwärzte Glasscheiben. Ganz Schlaue gehen ins Planetarium und sehen sich von dort aus den Himmel an.

Natürlich lohnt es auch einfach durch die Gegend zu schlendern und zu hoffen, dass Ihnen Elvis Presley oder Jim Morrison begegnen. Bei Elvis weiß ja mittlerweile der letzte Ignorant, dass er gegen die Mafia ausgesagt hat und deshalb dank des Kronzeugenschutzprogramms der Regierung Nixon untertauchen musste. Leider wurde er anschließend von Aliens entführt und auf den Mars verschleppt. Trotzdem kommt er immer mal wieder zurück. Wie das Zentralorgan der deutschen UFOlogen, die „Bild“-Zeitung, vermeldete, hat er jetzt einen Job als Bulettenbrater in einem Burger-Restaurant im US-Bundesstaat Des Moines.

Viel wichtiger ist aber, dass Sie sich den 21.12.2012 vormerken. Für dieses Datum hat Ufo-Erich den Besuch von Außerirdischen vorausberechnet. Sie sollen dann vor dem Kölner Dom landen. An Ihrer Stelle würde ich mir schon mal ein Hotelzimmer mit Blick auf das heilige Gemäuer sichern.

Info: http://www.alien.de/

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