Leben Xbox One startet in einigen Ländern später als geplant

X-Box One

X-Box One© Microsoft

Wieder Trubel um die Xbox One: Die Spielekonsole kommt in einigen Ländern erst später als angekündigt auf den Markt. Scheinbar verzichtet Mircrosoft jedoch auf den Kinect-Zwang.

Microsoft rudert mit seinen Plänen für den Marktstart seiner Spielekonsole Xbox One zurück. Anders als noch auf der Spielemesse E3 im Juni angekündigt, werde die Xbox One jetzt nur noch in 13 statt 21 Ländern im November an den Start gehen können. In acht Ländern werde die Konsole dagegen erst 2014 verfügbar sein, teilte das Unternehmen in einem Blogeintrag mit. Das liege unter anderem daran, dass Inhalte auf das jeweilige Land zugeschnitten und in die Landessprachen übersetzt werden müssten, erklärte Microsoft.

Ein Spiel zum Trost
Neben Deutschland wird die Xbox One nun in Australien, Österreich, Brasilien, Kanada, Frankreich, Irland, Italien, Mexiko, Spanien, Großbritannien, Neuseeland und den Vereinigten Staaten im November an den Start gehen. Im Jahr 2014 soll sie „so früh wie möglich“ in Belgien, Dänemark, Finland, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und der Schweiz verfügbar sein. Kunden aus diesen Ländern, die bereits eine Xbox One vorbestellt haben, will Microsoft mit der Beigabe eines kostenlosen Spiels besänftigen.

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Offensichtlich plant das Unternehmen auch seine zuvor erklärte Kinect-Pflicht für die Konsole fallenzulassen. In einem Gespräch mit dem Technologie-Blog „Ars Technica“ erklärte Microsoft-Manager Marc Whitten, die Xbox One funktioniere auch ohne die
Bewegungs- und Spracherkennung. Eine abgespeckte Version der Xbox One ganz ohne Kinect werde es demnach aber dennoch nicht geben.

Whittens Versprecher

Kinect zeichnet bei der Xbox One Gesten und Sprachbefehle auf. So lässt sich die Konsole mit dem Befehl „Xbox on“ jederzeit einschalten. Die Kamera sollte ebenfalls grundsätzlich aktiv sein, um Gesten als Steuerungsbefehle zu erkennen. Datenschützer hatten die Xbox One nach der ersten Vorstellung wegen dieser Funktionen auch als „Schnüffel-Konsole“ kritisiert. Eine einfache Abschaltung von Kinect war zunächst nicht vorgesehen.

Bei seinen Antworten auf die ihm gestellten Fragen habe der Microsoft-Manager unabsichtlich mehr Licht auf die Zwickmühle geworfen, in der sich das Unternehmen derzeit befinde, berichtet „Ars Technica“. Auf die Frage hin, ob die Konsole nicht mehr funktioniere, wenn Kinect etwa kaputt gehe, hob Xbox One-Chef Whitten zunächst die ganze Funktionspalette des Systems hervor. „Die Konsole wird weiter funktionieren, wenn Kinect nicht angeschlossen ist“, sagte er schließlich. Allerdings könne dann keines der Feature genutzt werden, die auf den Kinect-Sensor angewiesen seien.

Nach Kritik an den ursprünglichen Plänen hatte Microsoft bereits zuvor eine Kehrtwende eingeläutet. So will das Unternehmen auch auf eine Sperre für gebrauchte Spiele sowie einen Online-Zwang verzichten, nachdem die Spielergemeinde empört reagiert hat.

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