Leben Zum Schwimmen in den Osten

Am Elfrather See in Kreefeld verderben Gänse den Schwimmern die Laune.

Am Elfrather See in Kreefeld verderben Gänse den Schwimmern die Laune. © ADAC

Der ADAC hat das Wasser von 41 Badeseen in ganz Deutschland untersucht. Gleich mehrere Seen rund um Leipzig sind unter den Gewinnern. An anderen Seen trüben dagegen Vogelkot und Bakterien das Badevergnügen.

Taucher lieben den Kulkwitzer See in Makranstedt bei Leipzig. Weil sein Wasser so klar ist, können sie in seinen Tiefen viel entdecken. Auch der ADAC findet den Badesee in diesem Jahr „Sehr gut“, denn in seinem Wasser schwimmen nur wenige Bakterien. Unter den Testsiegern listet der Automobilclub noch zwei weitere Seen aus der Region Leipzig: den Cospudener See und der Ammelshainer See. Und auch andere Seen im Land locken mit guter Wasserqualität: Der Langener Waldsee bei Frankfurt am Main beispielsweise und der Lußsee in München.

20 von 56 Messstellen bezeichnet der ADAC als „sehr gut“, 17 weitere bekommen ein „gut“, bei 18 hat es nur für die Note „Ausreichend“ gereicht und immerhin zehn Proben stufen die Tester als „bedenklich“ ein. Die Ausführliche Bewertung finden Sie hier.

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Hausverbot für die Tester

Die höchste Keimbelastung fanden die Experten im Elfrather Badesee in Krefeld. An seinem Ufer leben Kanadagänse, deren Kot überall herumliegt: Sowohl auf der Liegewiese als auch im Wasser. In den Proben fanden die Tester deshalb hohe Konzentrationen von Escheria Coli, einem Bakterium, das Durchfall verursachen kann. Schlecht schnitten auch der Stadtparksee in Hamburg, der Große Müggelsee in Berlin und der Baggersee Kirchentellinsfurt im Großraum Stuttgart ab.

Weil verschmutztes Wasser besonders gefährlich für Kinder ist, entnehmen die ADAC-Tester die Wasserproben dort, wo die Kleinen meist spielen: im flachen Wasser. Darum unterscheiden sich die Ergebnisse von den Wasseruntersuchungen der EU, in denen beispielsweis der Elfrather See eine gute Note bekommt. Manchem Seebesitzer stößt das sauer auf: Am Nievenheimer See bei Dormagen durfte der ADAC keine Proben nehmen. Der Betreiber, die Kreiswerke Grevenbroich, haben ihnen dem „Spiegel“ zufolge Hausverbot erteilt, nachdem der See im vergangenen Jahr schlecht abgeschnitten hatte.

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